Angesagte Metropolen verlieren rasant an Lebensqualität – WELT

Schland: #Stadtflucht aus „hippen #Metropolen“ in B- und C-#Großstädte wie #Duisburg oder #Chemnitz?

WELT: „Wo B-Städte wie Duisburg hippen Metropolen überlegen sind

Marxloh, Mafia, Love Parade: Duisburg macht fast nur Negativ-Schlagzeilen. Dennoch lebt mancher gern in solchen Mittelstädten (falsch!) – sie bieten mit geringeren Kosten zuweilen die höhere Lebensqualität. …

Das Leben in einer schrumpfenden, weniger angesagten Stadt ist oftmals entspannter, mit weniger Warten verknüpft und vor allem preiswerter. Das gilt für die Lebenshaltungskosten, insbesondere aber für die Wohnkosten. …

Deutschlands Großstädte profilieren sich derzeit immer stärker als wirtschaftliche und kulturelle Zugpferde, als Hotspots, die nicht nur Studierende und Unternehmensgründer anlocken. Die Furcht, zu den Abgehängten zu gehören, nimmt auch in weiten Teilen der Wirtschaft zu. Immer mehr Firmen kehren der Provinz den Rücken und ziehen an die Alster, den Main oder die Spree. Die Folgen dieses Hypes werden sichtbarer und beeinträchtigen die an sich hohe Lebensqualität. Nicht nur, weil die Immobilienpreise durch die Decke gehen und die Stadtgesellschaft sozial segmentieren.

„Städte wie Berlin, Düsseldorf oder Köln haben sich durch die Zuzüge stark verändert. Es ist überall extrem hektisch geworden und voll. Mit dem Auto steht man überall permanent im Stau, auf U- und S-Bahn-Gleisen quetschen sich die Massen“, sagt Werberin Antje Lanz, die für eine Berliner Agentur Kunden in ganz Deutschland betreut.

Immer häufiger merke man, dass die Infrastruktur mit dem Wachstum der Städte nicht Schritt halte. Wer am Freitagmittag auf einem Hamburger ICE-Gleis stehe, wisse, wovon sie rede. Zu viele Menschen, zu wenig Platz. „Ein Wunder, dass die Fahrgäste nicht in Scharen auf die Gleise purzeln“, meint Lanz. Am Düsseldorfer Hauptbahnhof werden inzwischen sogar Ordner eingesetzt, um die ein- und aussteigenden Fahrgäste in Stoßzeiten über die zu eng gewordenen Bahnsteige zu lotsen.

Kapazitäten ausgeschöpft – ein Mangelzustand, der auch viele andere Lebensbereiche dicht besiedelter Räume prägt und die Freude am Großstadtleben regelmäßig schmälert. In Restaurants und Vereinen gibt es lange Wartelisten, niedergelassene Ärzte verhängen Aufnahmestopps. Metropolenbewohner werden das wahrscheinlich für normal halten. Das ist der Preis, den man zahlt, um sich am Puls der Zeit zu fühlen.

Für Leute in B-Städten klingt vieles davon wie aus einem schlechten Film. So manche klamme Revierstadt erfüllt wichtige Infrastrukturaufgaben sogar besser und aus Sicht der Bürger zufriedenstellender als (schuldenfreie) A-Städte. …In ihrem Freundeskreis könne man die vielen Diskussionen um fehlende Betreuungs- und Schulangebote nur sehr schwer nachvollziehen. „Das sind reine Metropolen-Themen. Aber längst nicht alle Menschen leben in Großstädten“, sagt sie. „Und darum auch nicht automatisch schlechter.“… .“

https://www.welt.de/finanzen/immobilien/article162636219/Wo-B-Staedte-wie-Duisburg-hippen-Metropolen-ueberlegen-sind.html

Ein Gedanke zu „Angesagte Metropolen verlieren rasant an Lebensqualität – WELT

  1. Solche Artikel schreiben garantiert Leute, die auf keinen Fall in Chemnitz oder Duisburg leben wollen.

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