Alternative Internet-Provider in Leipzig: Online über das ReudNetz

Leipzig: Online über das #ReudNetz (und #Westnetz). Lokale #DIY-#Internetprovider kämpfen gegen große Internetkonzerne. Ein Plus: Unabhängigkeit und mehr Kontrolle über die eigenen Daten. True #SmartCity. Real #SmartCities @NadjaMitzkat @KimBuergl

taz: “… Der junge Mann mit den schwarzen Locken hat zusammen mit drei anderen ReudNetz ins Leben gerufen. Er spricht viel von seinem Projekt: Mit 20 anderen jungen Menschen lebt er in einer großen Wohngemeinschaft in jenem Haus mit dem blinkenden Schornstein, um unabhängig vom Immobilienmarkt zu sein. Und auch ReudNetz hat viel mit diesem Wunsch nach Unabhängigkeit und Privatsphäre zu tun.

Einerseits ist ReudNetz ein Internetprovider wie die Telekom oder Kabel Deutschland. Die Kunden bezahlen für den Zugang zum Internet. Aber statt eines großen Konzerns, der deutschlandweit Menschen mit schnellem Internet versorgt, handelt es sich bei dem Projekt im Leipziger Osten um einen lokalen Anbieter, betrieben von den Bewohnern des Viertels. Es ist das zweite Projekt dieser Art in Leipzig. Erreicht der Trend zum Regionalen nun also auch die technische Infrastruktur? Und was bringt das?

Das Internet dezentralisieren

„Große Konzerne wie die Telekom kontrollieren faktisch den gesamten Internetverkehr“, kritisiert Christian Pietsch vom Verein Digitalcourage. Welche Gefahren das birgt, zeige das Beispiel USA. …

Gemeinschaftlich organisierte Internetprovider wie ReudNetz ermöglichen die Kontrolle über die eigenen Daten und die Privatsphäre. Die Leipziger Netzmacher und alle interessierten Kunden verstehen die Infrastruktur, die sie täglich nutzen. Rund 200 Menschen versorgt der Provider im Leipziger Osten mittlerweile. Wer mag, kann sich jederzeit selbst vergewissern, dass seine Verbindungsdaten nicht gespeichert werden. Für den notorisch auf Privatheit bedachten Völker ist das ein zentrales Anliegen.

Dass ein kleiner Verein wie ReudNetz, in dem sich alle Beteiligten ehrenamtlich engagieren, der Macht der großen Anbieter wirklich etwas entgegensetzten kann, scheint dennoch abwegig. Um wirklich unabhängig zu sein, müssten die Netze mehrerer Do-it-yourself-Internetprovider nicht nur virtuell, sondern mit Kabeln verbunden werden. Ein Fernziel, wie Pietsch vom Verein Digitalcourage einräumt. … .”

http://www.taz.de/!5479344/

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