Sie wollen nicht nach Berlin

Brandenburg: Die #Wohnungsnot in der Hauptstadt treibt Berliner_innen ins Umland. Doch auch dort ziehen die Preise an – und das Pendeln kostet Zeit. Ein Besuch in #Eberswalde. Groß’#stadtflucht und #Verdrängung

Süddeutsche Zeitung: “… Wenn es also in Berlin zu wenige Wohnungen gibt und in Eberswalde zu viele – dann klingt das in der Tat nach dem perfekten Deal. Aber ganz so einfach ist es natürlich nicht. Denn junge Berliner Familien zieht es nicht in DDR-Plattenbauten, sondern in die Gründerzeithäuser im Stadtzentrum, in schicke Neubauten in Bahnhofsnähe oder in Häuser im Grünen.

“Wir haben daher in den vergangenen Jahren massiv in die Sanierung der Gründerzeithäuser investiert”, sagt Boginski. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft hat noch 6000 Wohnungen in Besitz. Auch private Investoren haben Eberswalde entdeckt. “In hochwertigen Wohnungen können sie schon acht bis zehn Euro Miete abrufen.” Das führt so weit, dass Eberswalde schon eine kleine Gentrifzierungsdebatte hat. Die Studenten, die bisher günstig in unsanierten Altbauten unweit der Hochschule lebten, fürchten, verdrängt zu werden. Boginski beteuert, dass es auch weiterhin Wohnungen mit einfacher Ausstattung für eine Miete von fünf bis sechs Euro pro Quadratmeter geben soll.

Für Berliner Verhältnisse sind das alles Spottpreise. Knapp zehn Euro beträgt dort inzwischen die durchschnittliche Angebotsmiete, sanierte Wohnungen in guter Lage liegen weit darüber. Ähnlich verhält es sich mit den Kaufpreisen. Ein Haus in Stadtnähe können junge Familien in Eberswalde für 170 000 bis 220 000 Euro bauen, schätzt Boginski. In Berlin liegt der Preis längst bei mehr als einer halben Million.

Dennoch braucht es natürlich mehr als billige Mieten und Häuser, damit sich junge Familien wohlfühlen. Kitaplätze zum Beispiel, gute Schulen. “Wir könnten noch viel mehr Baugebiete ausweisen, als wir es tun”, sagt der Bürgermeister. “Aber wir müssen auch darauf achten, dass die Infrastruktur mitwächst.” … .”

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/berlin-wohnen-umland-1.4191228
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/berlin-wohnen-umland-1.4191228

SPD will mehr als Sozialwohnungen

Dresden: #WoPoDD. SPD-Unterbezirksvorstand “will mehr als Sozialwohnungen”. Bei Neubauprojekten soll es nur Anteil #Sozialwohnungen geben, #WohneninDresden soll Teilflächen an Genossenschaften oder private Investoren verkaufen.

DNN Dresdner Neueste Nachrichten: “… Die kommunale Wohnungsbaugenossenschaft „Wohnen in Dresden“ (WiD) plane derzeit ausschließlich mehrgeschossige Wohnhäuser mit Sozialwohnungen, stellen die Sozialdemokraten nüchtern fest und lassen eine These folgen, die es in sich hat: „Das kann sich negativ auf die soziale Durchmischung in den Stadtteilen auswirken“, heißt es unter Punkte des Beschlusses. …

Schließlich… will der Unterbezirksvorstand, dass auf dem benachbarten WiD-Grundstück am Käthe-Kollwitz-Ufer zur besseren sozialen Durchmischung des Quartiers Teilflächen an Genossenschaften oder private Investoren verkauft werden. Der Erlös könnte für den Ankauf von Grundstücken für den kommunalen Wohnungsbau in anderen Stadtteilen genutzt werden. Auch der Bau eines Quartiersparkhauses am Käthe-Kollwitz-Ufer sollte geprüft werden.

„Der soziale Wohnungsbau wird nur dann langfristig erfolgreich sein, wenn davon neben Sozialleistungsempfängern auch Haushalte mit kleinem und mittlerem Einkommen profitieren können. Die SPD Dresden möchte bezahlbaren Wohnraum für alle schaffen“, erklärte Vorstandsmitglied Albrecht Pallas, der als Innenpolitiker im Landtag auch das Thema Wohnungsbau bearbeitet.”

http://www.dnn.de/Dresden/Lokales/SPD-will-mehr-als-Sozialwohnungen
http://www.dnn.de/Dresden/Lokales/SPD-will-mehr-als-Sozialwohnungen

ratsinfo.leipzig.de

Leipzig: #WoPoLE im #srle. Wohnungsbauförderkonzeption 2019: Ø der #Angebotsmiete bei Erstbezug nach Modernisierung/Sanierung: 7,60 €/m², #Fördermiete im soz. Wohnungsbau ≥ 4,94 €/m²; im Neubau bzw. nach Umnutzung 10,00 €/m² und ≥ 6,50 €/m² Fördermiete

“Zur Ermittlung der durchschnittlichen Angebotsmieten
(nettokalt) wurden Datensätze der empirica-Preisdatenbank im Zeitraum vom 01.07.2017
bis 30.06.2018 (Sanierung) bzw. 01.07.2016 bis 30.06.2018 (Neubau/Umnutzung) einbezogen. Der Zugriff erfolgte am 08.08.2018. Für die Ermittlung der Angebotsmieten für „Sanierung“ wurden alle Datensätze von Wohnungen mit einem Baujahr vor 1990 im Erstbezug nach Modernisierung (Fallzahl 1.110) bzw. für „Neubau/Umnutzung“ alle Datensätze von Wohnungen in Wohngebäuden mit Baujahr 2016 und 2017 (Fallzahl 235) erfasst. Berücksichtigt wurden Wohnungen mit einer Größe von 45 bis 120 qm.

Diese Angebotsmieten sind die Orientierungswerte zur Ermittlung der Bewilligungsmieten und Förderhöhen für alle Förderverträge, die im Zeitraum vom 01.01. bis 31.12.2019 abgeschlossen werden.

Für neugebaute bzw. umgenutzte Wohnungen ergibt sich eine durchschnittliche Nettokaltmiete in Höhe von 10,00
€/qm und für sanierte Wohnungen eine durchschnittliche
Nettokaltmiete in Höhe von 7,60 €/qm. … .”

https://ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1010486
https://ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1010486

Leipziger Internet Zeitung: Stadtpolitische Tagung „Von der Großstadtfeindschaft zum Nazikiez? Anti-/urbane Kontexte des autoritären Populismus“ – L-IZ.de

Leipzig: 2. & 3.11., Galerie KUB – Stadtpolitische Tagung „Von der #Großstadtfeindschaft zum #Nazikiez? Anti-/urbane Kontexte des autoritären Populismus“. #RechtaufStadt von rechts? #StadtLandGefälle beim #Rechtspopulismus?

“Das Forschungsprojekt PODESTA richtet am 2. und 3. November in der Leipziger Galerie KUB eine Tagung im Themenfeld des erstarkenden Populismus aus. Forschungsgegenstand sind die Strategien unterschiedlicher Akteure, die sich im Handlungsfeld Stadt mit der populistischen Herausforderung auseinandersetzen.

Das universitäre Verbundprojekt PODESTA (Populismus|Demokratie|Stadt) untersucht seit 2017 Konflikte um Stadtentwicklung in Leipzig und Stuttgart. Das Netzwerk Leipzig – Stadt für alle beteiligt sich als Kooperationspartner im Forschungsprojekt. … .”

https://www.l-iz.de/melder/wortmelder/2018/10/Stadtpolitische-Tagung-Von-der-Grossstadtfeindschaft-zum-Nazikiez-Anti-urbane-Kontexte-des-autoritaeren-Populismus-241551

ratsinfo.leipzig.de

Leipzig: #WoPoLE im #srle. @spdfraktionle fragt nach der beabsichtigten Veräußerungen von bundeseigenen Grundstücken an Kommunen. U.a. ob es nur um Grundstücke der BImA geht oder auch solche, die anderen Institutionen des Bundes gehören, bspw. der Bundeswehr oder der Bahn.

“Vorlage – VI-F-06570
Betreff: Grundstücke des Bundes
Status: öffentlich (Vorlage freigegeben)
Vorlage-Art: Anfrage
Einreicher: SPD-Fraktion Leipzig

Sachverhalt:
Den Medien war zu entnehmen, dass der Bund beabsichtigt, Grundstücke für den Wohnungsbau zur Verfügung zu stellen, um damit der Wohnungsknappheit in verschiedenen Regionen entgegentreten zu können. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) hatte angekündigt, Kommunen im großen Stil Grundstücke bevorzugt und verbilligt zur Verfügung stellen zu wollen.

Vor diesem Hintergrund fragen wir:

1. Hat die Stadtverwaltung über die kommunalen Spitzenverbände konkrete Informationen zu den beabsichtigten Veräußerungen von bundeseigenen Grundstücken an Kommunen? Wenn ja: Wie wird dieses Programm gestaltet sein?
2. Ist der Stadtverwaltung bekannt, ob es hierbei nur um Grundstücke geht, die der Bima zugeordnet sind, oder auch welche, die anderen Institutionen des Bundes gehören, also bspw. der Bundeswehr oder der Bahn?
3. Ist der Stadtverwaltung bekannt, ob diese Grundstücke explizit nur zum Zweck des Wohnungsbaus veräußert werden oder ob auch andere Nutzungsvorhaben, wie speziell soziale und Bildungsinfrastruktur, eine Veräußerung durch den Bund möglich machen?
4. Hatte die Stadtverwaltung bereits schon vorher Kontakt zu Einrichtungen des Bundes aufgenommen, um Grundstücke zu erwerben?
5. Gibt es Grundstücke oder Immobilien, die im Besitz des Bundes sind und an denen die Stadtverwaltung bereits Interesse hat?”

https://ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1011056
https://ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1011056

Entmietung Thierbacherstraße 6

Leipzig-#Connewitz: #Thierbacher Str. 6. Einsturzgefahr durch Starkregen und herabgesunkene Zimmerdecke. Von der 4-Zimmerwohnung, die von zwei Frauen und ihren Kindern bewohnt wird, ist mittlerweile nur noch ein Zimmer für alle vier Personen bewohnbar.

EINSTURZGEFAHR DURCH STARKREGEN UND HERABGESUNKENE DECKE!!Von der 4-Zimmerwohnung, die von zwei Frauen und ihren Kindern bewohnt wird, ist aufgrund1. eines defekten Ofens,2. fehlender Fenster und damit fehlender Licht- und Belüftungsmöglichkeit,3. des heutigen Starkregens und damit einhergehender Einsturzgefahr durch eine bereits enorm abgesunkenen Decke,mittlerweile nur noch ein Zimmer für alle vier Personen bewohnbar.Der Bauleiter weiß seit Mitte der Woche von dem Wasser-/Deckenschaden und hat bisher nichts unternommen, obwohl in einem Zimmer Gefahr für Leib und Leben durch die Möglichkeit eines Einsturzes besteht!

Publiée par Entmietung Thierbacherstraße 6 sur Dimanche 28 octobre 2018

exakt / FAKT

Leipzig-#Connewitz: #Thierbacher Str. 6. Keine Heizung, nur kaltes Wasser, es regnet rein – in diesem Haus gibt es viele Mängel. Der Vermieter kümmert sich kaum, stattdessen dröhnen von außen die Presslufthämmer. Der Eindruck der Mieter: Sie sollen rausgedrängt werden.

Entmietung Thierbacherstraße 6

Drastische Zustände in Mietshaus

Keine Heizung, nur kaltes Wasser, es regnet rein – in diesem Haus gibt es viele Mängel. Der Vermieter kümmert sich kaum, stattdessen dröhnen von außen die Presslufthämmer. Der Eindruck der Mieter: Sie sollen rausgedrängt werden.

Publiée par exakt / FAKT sur Lundi 29 octobre 2018

Alternativy k vlastnickému a soukromému nájemnímu bydlení: Možné cesty k řešení finanční nedostupnosti bydlení

Prag: Mo, 5.11., @Sociologicky ústav AV ČR. Workshop “Alternativen zu Eigentums- und privat vermieteten Wohnungen. Mögliche Wege zur Lösung der Unbezahlbarkeit des Wohnens”. Mit Referent_innen aus Leipzig, Budapest, Zagreb und von #Sdílenédomy u.a.m. aus Prag

Kleines Auswärtsspiel für Aktive von “Leipzig – Stadt für alle” und dem Haus- und WagenRat e.V. Auf einer kleinen Tagung des Soziologischen Instituts der Tschechischen Akademie der Wissenschaften (@Sociologický ústav Akademie věd ČR) stellen wir kollektive Eigentumsformen in Leipzig und Deutschland vor. Außerdem referieren unsere Freund_innen vom #RákócziKollektíva aus Budapest und von der Etična banka/Zadruga za etično financiranje aus Kroatien, mit denen wir im Netzwerk “Collaborative and cooperative housing in East-central and Southeastern Europe” zusammenarbeiten. Und wir freuen uns natürlich auch auf ein Widersehen mit Sdílené domy aus Prag.

https://www.soc.cas.cz/akce/alternativy-k-vlastnickemu-soukromemu-najemnimu-bydleni-mozne-cesty-k-reseni-financni
https://www.soc.cas.cz/akce/alternativy-k-vlastnickemu-soukromemu-najemnimu-bydleni-mozne-cesty-k-reseni-financni

Tagung 2./3.11.2018 "Von der Großstadtfeindschaft zum Nazikiez? Anti-/urbane Kontexte des autoritären Populismus"

Stadtpolitische Tagung „Von der Großstadtfeindschaft zum Nazikiez? Anti-/urbane Kontexte des autoritären Populismus“

gemeinsame Pressemitteilung Netzwerk Leipzig – Stadt für alle || Aktionsnetzwerk Leipzig nimmt Platz

Das Forschungsprojekt PODESTA richtet am 2. und 3. November in der Leipziger Galerie KUB eine Tagung im Themenfeld des erstarkenden Populismus aus. Forschungsgegenstand sind die Strategien unterschiedlicher Akteure, die sich im Handlungsfeld Stadt mit der populistischen Herausforderung auseinandersetzen. Das universitäre Verbundprojekt PODESTA (Populismus|Demokratie|Stadt) untersucht seit 2017 Konflikte um Stadtentwicklung in Leipzig und Stuttgart. Das Netzwerk Leipzig – Stadt für alle beteiligt sich als Kooperationspartner im Forschungsprojekt.

Mit der Krise der liberalen Demokratie droht sich das Politikfeld Stadt für die Rechte zu öffnen. Autoritär-populistische Haltungen, Strömungen und Parteien gewinnen an Rückhalt. Die Rechten versuchen darüber hinaus, sich als urbane Bewegungen neu zu erfinden (Identitäre Bewegung) oder mit einer völkischen Sozialpolitik (Teile der AfD) die Löcher zu stopfen, die die neoliberale Stadtumstrukturierung hinterlassen hat.

Während der Tagung werden folgende Fragestellungen betrachtet: Welche Stadt-Land-Unterschiede lassen sich in Ausmaß und Ursache des Rechtspopulismus beobachten? Wie real ist die Gefahr einer Stadtpolitik von rechts? Welche Konflikte um eine demokratische Stadt für alle sind zu erwarten?

Tobias Bernet, für Leipzig – Stadt für alle an der Tagung beteiligt: „Wir wollen mit der Veranstaltung den weit verbreiteten Eindruck hinterfragen, dass der Rechtsruck v. a. aus den ländlichen Regionen kommt. Auch in Leipzig gibt es Stadtteile, in denen fast 30% der Wählerstimmen zur Bundestagswahl 2017 an die AfD gingen. Warum? Welche Rolle spielen etwa Verdrängungsdruck am Wohnungsmarkt oder räumliche Segregation?“

Anne Kämmerer, die für Leipzig nimmt Platz am Freitag ein Grußwort halten wird, ergänzt: „Als Netzwerk, das es sich zur Aufgabe gesetzt hat, dort Platz zu nehmen, wo Rechte versuchen, die Hegemonie zu beanspruchen, freuen wir uns sehr auf eine Konferenz zu diesem hoch aktuellen Thema. Wir hoffen auf neue Erkenntnisse und gute Diskussionen darüber, wie wirksame Strategien von Zivilgesellschaft und staatlichen Institutionen gegen eine zunehmend heterogen auftretende Rechte entwickelt und umgesetzt werden können.“

Galerie KUB:
Kantstraße 18
04275 Leipzig

Programm:
Freitag, 2. November 2018, 19:00–21:00 Uhr
Begrüßung: Anne Kämmerer (Aktionsnetzwerk Leipzig nimmt Platz)
Einleitung und Moderation: Prof. Dr. Tilman Reitz (Uni Jena)
Die Rache der Dörfer, Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Wolfgang Kaschuba (HU Berlin)
Samstag, 3. November 2018, 10:00–16:30 Uhr
10:00 Populismus und Demokratie in der Stadt, Input-Vortrag und Diskussion mit Dr. Peter Bescherer, Dr. Robert Feustel (Uni Jena)
11:00 Rechtspopulistische Sozialpolitiken, Input-Vortrag und Diskussion mit Dr. Floris Biskamp (Uni Tübingen)
12:00 Mittagspause
13:00 Stadtstaaten oder Barbarei? Input-Vortrag und Diskussion mit Tobias Bernet (Netzwerk Leipzig – Stadt für alle, FU Berlin)
14:00 Ins rechtspopulistische Projekt eingreifen: Erfahrungen aus Haustürgesprächen, Input-Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Katrin Reimer-Gordinskaya (HS Magdeburg-Stendal)
15:00 Kaffeepause
15:30 Abschlussdiskussion mit Veranstalter*innen und Gästen

Veranstaltet von:
Forschungsprojekt PODESTA
Unterstützt durch:
Netzwerk Leipzig – Stadt für alle
Aktionsnetzwerk Leipzig nimmt Platz
Gefördert durch:
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Eberhard-Karls-Universität Tübingen

Steine des Anstoßes

Potsdam: Es gibt erneut Streit um #Privatisierung von kommunalen Wohnimmobilien. Das #MietshäuserSyndikat erhebt Vorwürfe gegen Babelsberger Sanierungsträger #Stadtkontor sowie gegen kommunale @ProPotsdam GmbH.

Potsdamer Neueste Nachrichten: “… Aktuell geht es um drei Immobilien: Ein bewohntes Mietshaus in der Babelsberger Wollestraße 52, ein derzeit leerstehendes Wohn- und Geschäftshaus in der Potsdamer Straße 108 in Bornim und um ein Grundstück in der Goethestraße 35/37 in Babelsberg. In allen drei Fällen möchten Mieterinitiativen die Immobilien übernehmen, um preisgünstigen Wohnraum zu sichern.

Im Detail sind die Fälle unterschiedlich gelagert. In der Wollestraße versuchen die Mieter ihr Haus bereits seit 2013 zu kaufen, seit Mitte 2017 wird ernsthaft verhandelt. Doch nun könnte der Mieterinitiative ein neues Verkehrswertgutachten einen Strich durch die Rechnung machen. Im offenen Brief ist von einer Verdoppelung des Kaufpreises die Rede. Als Partner hatten die Bewohner das Mietshäusersyndikat gewonnen, eine nicht-kommerzielle Organisation, die deutschlandweit Mietern beim Kauf von Häusern hilft. Dieses beklagt nun Misstrauen und immer neue Nachforderungen seitens des Babelsberger Sanierungsträgers Stadtkontor. Dieser bewirtschaftet die kommunale Immobilie treuhänderisch.
Mietergemeinschaften haben laut Stadtkontorchef keine vollständigen Unterlagen geliefert

Stadtkontorchef Uwe Hackmann sieht die Sache anders: Als Treuhänder sei man gehalten, Immobilien zum aktuellen Verkehrswert zu veräußern. „In dem gutachterlich ermittelten Verkehrswert werden die Sozialbindungen für den Wohnraum, der sanierungsbedürftige Zustand des Gebäudes und die Anforderungen des Denkmalschutzes bereits kaufpreismindernd berücksichtigt.“ Die Verhandlungen hätten sich vor allem deshalb in die Länge gezogen, weil die durch die Mieterinnengemeinschaft vorgelegten Nutzungs-, Bau- und Finanzierungskonzepte nicht schlüssig oder nicht vollständig gewesen seien. In wesentlichen Teilen hätten sie deutliche fachliche Mängel aufgewiesen und seien nicht termingerecht vorgelegt wurden.

In der Potsdamer Straße möchte ein Wohnprojekt ein 1919 erbautes früheres Ärztehaus übernehmen. Das von der ProPotsdam GmbH gewählte Höchstgebotsverfahren lasse ihnen aber keine Chance, so das Mietshäusersyndikat. Derzeit wird das Gebäude mit 471 Quadratmetern Wohnfläche auf Immobilienportalen für 700.000 Euro netto angeboten. Die Pro Potsdam sieht sich jedoch zu Unrecht kritisiert: Der Verkauf sei sowohl durch den Aufsichtsrat der Pro Potsdam als auch die Stadtverordnetenversammlung bestätigt, heißt es auf Nachfrage. Die Verkaufserlöse würden benötigt, um die Zielvorgaben der Stadt zum Bau und zur Sanierung von Wohnungen zu erreichen.

Anfang des Jahres hatte die Pro Potsdam auch ein Grundstück in der Goethestraße ausgeschrieben. Auch darum hatte sich ein Netzwerk aus Wohnprojekten beworben. Eine Rückmeldung habe man bis heute nicht bekommen, so das Mietshäusersyndikat. Die Pro Potsdam möchte sich dazu „wegen des laufenden Verfahrens“ nicht äußern. … .”

https://www.pnn.de/potsdam/wohnen-in-potsdam-steine-des-anstosses/23150762.html
https://www.pnn.de/potsdam/wohnen-in-potsdam-steine-des-anstosses/23150762.html