Landflucht: Mieten in Leipzig um 35 Prozent gestiegen

Leipzig: #WoPoLE. #Angebotsmieten: “Am stärksten ist die Preissteigerung laut @immowelt in Leipzig mit Plus 35 % gegenüber 2008 – hier kostet der m² aktuell 6,50 €. Auch in Dresden, Erfurt und Jena sind die Mieten um rund ein Drittel gestiegen.” @haufeimmobilien

Haufe: “Die Mieten in Berlin sind heute knapp 104 Prozent teurer als vor zehn Jahren, und auch andere ostdeutsche Ballungszentren erleben derzeit einen Boom, wie eine Analyse von Immowelt zeigt. Die bisher vergleichsweise günstigen Mieten und die modernen Universitäten lockten seit 2008 Zuzügler aus ländlichen Regionen und immer mehr Studenten in ostdeutsche Städte. Wie etwa nach Leipzig: Hier beträgt die Preissteigerung plus 35 Prozent.

Aber nicht nur die Zuzügler aus den ländlichen Regionen treiben laut Immowelt die Preise in den Ballungszentren in die Höhe, auch Studenten zog es im Laufe der vergangenen zehn Jahr in den Osten, weil dort die Mieten noch vergleichsweise günstig waren.

Mittlerweile ändert sich das: Am stärksten ist die Preissteigerung laut Immowelt in Leipzig mit Plus 35 Prozent gegenüber 2008 – hier kostet der Quadratmeter aktuell 6,50 Euro. Auch in Dresden, Erfurt und Jena sind die Mieten um rund ein Drittel gestiegen. In der drittteuersten Stadt Ostdeutschlands, in Jena, kostet eine Wohnung mittlerweile neun Euro pro Quadratmeter. …

Top Ten der Mietsteigerungen seit 2008

Stadt Berlin: + 103,57 % (2008: 5,60 €/qm; 2018: 11,40 €/qm)
LK Dahme-Spreewald: + 50 % (2008: 6,00 €/qm; 2018: 11,40 €/qm)
LK Oberhavel: + 48,33 % (2008: 6,00 €/qm; 2018: 11,40 €/qm)
Stadt Weimar: + 38,89 % (2008: 5,40 €/qm; 2018: 11,40 €/qm)
LK Oder-Spree: + 38,60 % (2008: 5,70 €/qm; 2018: 11,40 €/qm)
Stadt Leipzig: + 35,42 % (2008: 4,80 €/qm; 2018: 11,40 €/qm)
Stadt Potsdam: + 34,72 % (2008: 7,20 €/qm; 2018: 11,40 €/qm)
Stadt Dresden: + 34,55 % (2008: 5,50 €/qm; 2018: 11,40 €/qm)
Stadt Erfurt: + 33,93 % (2008: 5,60 €/qm; 2018: 11,40 €/qm)
LK Havelland: + 30,51 % (2008: 5,90 €/qm; 2018: 11,40 €/qm)

Quelle: immowelt.de … .”

https://www.haufe.de/immobilien/entwicklung-vermarktung/marktanalysen/landflucht-mieten-in-leipzig-um-35-prozent-gestiegen_84324_463228.html

In Leipzig steigen die Mieten sachsenweit am stärksten

Leipzig: #WoPoLE. Mieten stiegen in einem Jahr um 4 bis 7 %, Spitzenmieten von 12 auf 13,60 €/m². IVD-Sprecher rechnet bis Ende 2019 mit leicht zweistelligem Plus. „Kontinuierlich steigende Einkommensverhältnisse” würden dies “mehr als ausgleichen“

LVZ Leipziger Volkszeitung: ” … „Daher werden in allen drei Metropolen des Landes die Mieten auch weiter anziehen“, schätzt Jens Zimmermann ein. Der Schwarzenberger Immobilienexperte und langjährige Sprecher des Immobilienverbandes Deutschland/Mitte-Ost (IVD) sieht dabei längst nicht nur die Landeshauptstadt Dresden als besonders beliebten Standort.

„Leipzig gewinnt auch in diesem und im nächsten Jahr weiter an Anziehungskraft“, sagt Zimmermann. „Das Ende der Fahnenstange ist hier noch längst nicht erreicht.“ Bereits in den vergangenen zwölf Monaten seien die Mieten um vier bis sieben Prozent gestiegen. „Dieser Trend setzt sich in nächste Zeit verstärkt fort“, ist sich der Immobilienfachmann sicher. Er rechne in der Messestadt bis Ende 2019 mit einem leicht zweistelligen Plus bei den Wohnungsmieten – „vor allem in begehrten Lagen“. …

Obwohl die Spitzenmieten im bundesweiten Vergleich noch „ganz passabel“ ausfielen, hätten sie dennoch in den vergangenen Jahren ein ganzes Stück zugelegt. Wie der jüngste IVD-Immobilienpreisspiegel ausweist, zog dieser Wert von 2013 bis 2017 von 7,50 Euro auf neun Euro pro Quadratmeter in Chemnitz an. In Dresden ging es von 11,80 auf 14 Euro hoch, in Leipzig von zwölf auf 13,60 Euro.

Nach Angaben des Immobilienunternehmens Engel & Völkers betrug die Durchschnittsmiete in Leipzig im vorigen Jahr 6,55 Euro pro Quadratmeter, dies war ein Plus von 5,6 Prozent. Das ist die größte Steigerung unter Sachsens Großstädten gewesen. Denn Chemnitz kam demnach auf einen Preisanstieg von 1,6 Prozent auf 5,10 Euro, Dresden verbuchte plus 2,9 Prozent auf 7,37 Euro. …

Grund der aufstrebenden Entwicklung in Sachsens Großstädten ist nach Verbandsansicht vor allem der anhaltende Bevölkerungszuwachs. Das ziehe eine wachsende Nachfrage nach Wohnraum nach sich. Die in der Folge steigenden Mietkosten könnten die Quartiersuchenden durchaus berappen. Immerhin verbuchten die Arbeitnehmer „kontinuierlich steigende Einkommensverhältnisse“. Diese würde in der Regel die Mieterhöhung „mehr als ausgleichen“. Natürlich spiele auch die weiter sinkende Arbeitslosigkeit eine Rolle.”

http://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/Wohnen-in-Sachsen-Mietsteigerungen-in-Leipzig-am-staerksten

Demokratie in der Demografie-Falle: Landluft macht unfrei – SPIEGEL ONLINE – Wirtschaft

Europa: Die zunehmenden Gegensätze zwischen Metropolen und Peripherie bringen enorme Spannungen mit sich. Sie haben das Potenzial, die Demokratie zu unterminieren. @henrikmllr über #Landflucht, #Polarisierung und #BigSort

SPIEGEL ONLINE: “… Prinzipiell haben Bürger zwei Möglichkeiten, ihrem Unmut über die herrschenden Verhältnisse Ausdruck zu verleihen: sich einmischen und versuchen, etwas zu verändern, oder gehen und anderswo ihr Glück suchen. “Exit” oder “Voice”, wie der Soziologe Albert Hirschman die beiden Optionen genannt hat.

Beides ist völlig legitim. Niemand ist gezwungen, sich einzumischen. Und natürlich sollte jeder die Freiheit haben hinzugehen, wohin er will. Doch wenn viele die Exit-Option wählen, dann kann das durchaus zum Problem werden.

Wenn gerade die jüngeren Gutausgebildeten gehen, statt sich zu engagieren, verschärft sich die politische und ökonomische Polarisierung. Während die ökonomischen Zentren vom Zuzug profitieren, multikultureller und politisch liberaler werden, läuft in der Peripherie der entgegengesetzte Prozess ab: Ganze Regionen und Länder bleiben mit schrumpfender Bevölkerung zurück, von Pessimismus geplagt, getrieben von einem Gefühl der Bedrohung.

Es ist eine Dynamik, die enorme Spannungen mit sich bringt – und die das Potenzial hat, die Demokratie zu unterminieren. … .

In den kommenden Jahrzehnten stehen auch Deutschland enorme demografische Umwälzungen bevor. Nach den Prognosen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) wird in großen Teilen des Landes bis 2035 die Bevölkerung schrumpfen. Die zurückgehende Einwohnerschaft konzentriert sich zunehmend auf die großen Städte und ihr Umland. … .”

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/landflucht-die-abwanderung-schadet-der-demokratie-a-1221687.html

The Order of Barcelona: Cities Without Fear

Europe: @GreenEUJournal about @BComuGlobal, #fearlesscities and the new urban movements fighting the inertia of the nation-state. New conceptions of citizenship, development and sovereignty are being shaped, bridging the global and local.

Green European Journal: “In Europe and beyond, the hegemonic liberal vision that has hitherto dominated global politics is being challenged. This impetus is not emerging from nation-states themselves, but from new alliances and constellations of power that fight the inertia of the nation-state. Today it is especially in cities that new conceptions of citizenship, development and sovereignty are being shaped, bridging the global and local.

Confronted with the lack of action and proposals by their countries, many cities have been trying to assume a leadership role regarding some of the most pressing issues of our times, from the reduction of inequality to the struggle against climate change. They do so thanks to their capacity to involve civil society – and all its diversity of views and ideas – to an extent which is difficult to achieve at the national level. This has allowed municipalist movements to assume power in various large cities, grounding their actions in democratic and participatory values, reinforcing the historic role of cities as progressive and cosmopolitan places, places of tolerance and of intercultural meeting. … .”

The Order of Barcelona: Cities Without Fear

LVZ Leipziger Volkszeitung

Leipzig: Am gestrigen Sonnabend, #le0408, haben rund zweitausend Menschen in der Leipziger Innenstadt für eine legale #Seenotrettung im Mittelmeer demonstriert. Ein Bündnis hatte zu dem Protest aufgerufen. #dayorange #Seebrücke #SolidarityCities

LVZ Leipziger Volkszeitung: “… „Wir möchten auf lokaler Ebenen erreichen, dass Geflüchtete hier bleiben können“, sagte Hannah Sandner, die Sprecherin des Bündnisses Leipziger Seebrücke gegenüber LVZ.de. „Wir fordern die Stadt Leipzig auf, die Geflüchteten aufzunehmen und ihnen eine sichere und menschenwürdige Zukunft zu geben“, so Sandner weiter. Allein in diesem Jahr sind schon rund 1500 Flüchtlinge während der Bootsfahrt über das Mittelmeer ertrunken. Sandner zeigte sich mit der Resonanz der Demo sehr zufrieden und kündigte weitere Aktionen und Veranstaltungen des Bündnisses an.”

http://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/Hunderte-Menschen-demonstrieren-in-Leipzig-fuer-Seenotrettung2

Sieht so der Traum vom neuen Wohnen aus?

Werder (Havel): #Genossenschaft @Uferwerk eG. “#Landflucht, Einsamkeit, #Gentrifizierung – das Minidorf löst unsere drei großen Wohnprobleme.” In der #Immovielie leben rund 100 Erwachsene und 60 Kinder. @kingston_lau’ra für @PDmedien

Perspective Daily: “… Irene Mohr, eine der Gründerinnen des Uferwerks, hatte als Architektin einige mögliche Grundstücke im Blick, aber die meisten in Potsdam und Umgebung waren zu teuer. Im Jahr 2014 fand sie das Grundstück rund um das ehemalige Fabrikgelände der Schaltgerätewerke Werder GmbH. Kostenpunkt: 3 Millionen Euro. Die kleine Gruppe um Irene Mohr brauchte schnell möglichst viele zahlungskräftige Mitglieder, um bei der Bank kreditwürdig zu sein. Als Geschäftseinlage mussten die Genossenschaftler in spe 500 Euro pro Quadratmeter zahlen, für eine 100-Quadratmeter-Wohnung also 50.000 Euro – nur um sie anschließend mieten zu können. »Das war für uns alle ein Batzen«, sagt Timo Kaphengst, der wie Irene Mohr von Anfang an dabei war.

Heute wohnen rund 100 Erwachsene und 60 Kinder im Uferwerk. Die ersten Bewohner zogen Anfang 2015 ein, die letzten vor etwa einem Jahr. Sie sind nicht nur Bewohner, sondern auch Mitglieder der Genossenschaft Uferwerk eG. In einer Genossenschaft sind sie unabhängig von Vermietern sowie Hausverwaltungen und können ihren Wohnraum selbst gestalten, weil sie selbst die Rolle der Verwaltung einnehmen. »Zweck der Genossenschaft ist es, ihren Mitgliedern dauerhaft gesicherten Wohnraum […] zur Verfügung zu stellen.« Durch die Organisation in einer Genossenschaft gibt es kein Machtgefälle zwischen Mietern und Hausverwaltung; alle Mitglieder haben die gleichen Rechte und Pflichten. … .”

https://perspective-daily.de/article/590/dEY3RENn

Jungle World #30/2018 – Progressives aus der Provinz

Schland: Zwar nicht mehr am Kiosk, aber nun online: @Jungle_World 30/2018 zur #Stadtflucht. “In den Metropolen wird es eng – und teuer, daher drängt es auch urbane Linke in ländliche Gefilde. Aber lässt es sich überhaupt leben auf dem Land?”

Jungle World: “Die neue Lust am Landleben.
Landluft oder Stadtfrust? In den Metropolen wird es eng – und teuer, daher drängt es auch urbane Linke in ländliche Gefilde. Aber lässt es sich überhaupt leben auf dem Land? Dort laufen die Uhren langsamer, der Bus kommt nur ein paar Mal am Tag und der einzige Supermarkt schließt um sechs. Idylle für Hippies – die Hölle für alle anderen? Aber sind das nicht alles nur Klischees? Um ein für allemal mit diesen aufzuräumen, hat sich die »Jungle World« in einer linken Landkooperative umgesehen.”

https://jungle.world/inhalt/2018/30

Protest gegen Seehofer: Ostwache Leipzig lehnt Nachbarschaftspreis-Nominierung ab

Leipzig: Protest gegen #Seehofer: Auch die #Ostwache in Crottendorf lehnt #Nachbarschaftspreis-Nominierung ab. Seehofer gab mittlerweile das Ehrenamt auf Protest hin zurück und machte der @nebenan_DE-Stiftung Vorwürfe. #notmySchirm

LVZ Leipziger Volkszeitung: “Der Verein Ostwache Leipzig e.V. lehnt seine Nominierung für den Deutschen Nachbarschaftspreis 2018 ab. Damit will der Verein gegen politische Aussagen des Schirmherrs Horst Seehofers (CSU) ein Zeichen setzen. …

Seehofer selbst legte am Donnerstagabend die Schirmherrschaft für den Preis nieder. In einem Rücktrittsschreiben machte er der Geschäftsführung der „nebenan Stiftung“ Vorwürfe: „Da Sie mir Toleranz, Mitmenschlichkeit und Offenheit absprechen, stehe ich für die Schirmherrschaft ab sofort nicht mehr zur Verfügung.“

http://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/Protest-gegen-Seehofer-Ostwache-Leipzig-lehnt-Nachbarschaftspreis-Nominierung-ab

Seenotrettung: Großstädte wollen Flüchtlinge aufnehmen

Schland: #Seenotrettung und #SolidarityCities. #Großstädte wollen Geflüchtete aufnehmen. Nach Bonn, Düsseldorf und Köln folgen jetzt die Oberbürgermeister_innen von Potsdam, Stuttgart und Wuppertal. Der Freiburger @OBMartinHorn (parteilos) schränkte seine Bereitschaft, Geflüchtete aufzunehmen, nach einem Proteststurm bei Facebook wieder ein.

FAZ.NET – Frankfurter Allgemeine Zeitung: Die Oberbürgermeister von Düsseldorf, Köln und Bonn wollten nicht nur einen wohlfeilen Brief an die Kanzlerin schreiben, sie wollten auch glaubwürdig sein. Deshalb forderten sie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nicht nur auf, „die Seenotrettung im Mittelmeer“ wieder zu ermöglichen, sie erklärten sich gleichzeitig bereit, selbst einen solidarischen Beitrag zu leisten. „Unsere Städte können und wollen in Not geratene Geflüchtete aufnehmen“, heißt es in dem Brief, der von dem Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD), seinem Kollegen Ashok Sridharan (CDU) in Bonn sowie der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) unterschrieben wurde.

Mittlerweile unterstützen auch die Stadtoberhäupter von Potsdam, Wuppertal und Stuttgart die Initiative. „Unsere Haltung ist, dass die Rettung von in Seenot geratenen Menschen ein unverhandelbares Menschenrecht ist“, sagte der Düsseldorfer Stadtdirektor Burkhard Hintzsche (SPD). Seit Anfang des Jahres seien durch die Aussetzung der Seenotrettung 1400 Menschen an den Außengrenzen der Europäischen Union gestorben, allein im Juni seien 629 Menschen auf der Flucht über das Mittelmeer umgekommen. Schuld daran sei auch die „Behinderung und die Kriminalisierung“ von privaten Initiativen zur Seenotrettung. …

Der Anfang Juli ins Amt gekommene Freiburger Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos) schränkte seine anfängliche Bereitschaft, Bootsflüchtlinge aufzunehmen, nach einem Proteststurm bei Facebook wieder ein. „Es war als Solidaritätszeichen gemeint. Freiburg plant keine konkreten Schritte zur weiteren Flüchtlingsaufnahme“, ließ Horn seinen Sprecher erklären. Der Oberbürgermeister habe aber einen Brief an den baden-württembergischen Städtetag geschrieben. Offenbar hat Horn den Aufruf seiner Kollegen aus Bonn, Düsseldorf und Köln nicht vollständig gelesen, denn dort bekennen sich die drei Städte sehr konkret dazu, selbst einen humanitären Beitrag zu leisten. Eine Sprecherin des baden-württembergischen Städtetages sagte: „Von Herrn Horn liegt uns noch kein Brief vor. Aus humanitären Gründen kann man die Initiative unterstützen, entschieden werden muss darüber aber auf Bundesebene.“ … .”

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/grossstaedte-wollen-fluechtlinge-aufnehmen-15720138.html