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Redebeitrag bei der „Parade der Unsichtbaren“ gegen das #StadtFestSpiel

unsichtbarAm 30. Mai 2015 demonstrierten mehr als 1000 Menschen in Leipzig für das Recht auf Stadt. Anlass des Aufrufs zur Parade der Unsichtbaren  ist die Selbstbeweihräucherung der Stadt Leipzig, die sich mit großem Spektakel marktfähig, sauber und erfolgreich präsentieren will. Die Unsichtbaren – die keine Stimme haben, die nicht wahrgenommen werden, aber auch: die sich an dieser Stadtgesellschaft nicht beteiligen wollen – bleiben ausgeschlossen im Denken und Handeln. Gemeinsam setzten wir der geplanten Sterndemo mit fünf Zügen (und Beteiligung von wenigen Dutzend Bürger_innen) unseren deutlichen Protest entgegen.

Den Unkenrufen der Yellow Press zum Trotz war die Demo laut, aufmüpfig, fordernd – und friedlich. Unseren Redebeitrag dokumentieren wir hier:

Seit 2011 wächst die Bevölkerungszahl Leipzigs mit über 10.000 neuen Einwohnerinnen pro Jahr. Wir sagen klar und deutlich an alle Neu-Leipziger_innen: Herzlich Willkommen! Welcome! Achlan wa sachlan! Bienvenidos! Privet… Redebeitrag bei der „Parade der Unsichtbaren“ gegen das #StadtFestSpiel weiterlesen

»Stadt für alle« ruft zur Beteiligung gegen Legida auf.

Das Leipziger Netzwerk »Stadt für alle« ruft zur Beteiligung an den Aktionen gegen Legida am 12. Januar auf.

Eine »Stadt für alle« bedeutet, dass alle Menschen dort leben sollen, wo sie wollen – egal in welchem Viertel, welcher Stadt oder auf welchem Kontinent. Uneingeschränkt gilt auch, dass alle Menschen so leben sollen, wie sie wollen. Deshalb stellen wir uns Leipzig als einen Ort vor, an dem unterschiedliche Kulturen, soziale Gruppen und Lebensweisen aufeinandertreffen und solidarisch und friedlich miteinander leben können.

Uns ist egal, ob die Menschen an diesem Ort an einen oder mehrere Götter glauben oder auch nicht. Muslim_innen, Jüd_innen, Hindus, Christ_innen, Buddhist_innen und Atheist_innen sollen hier gemeinsam leben können. Und wenn es dafür einer Kirche, Moschee, Synagoge, eines Tempel oder anderer Gebäude und Einrichtungen bedarf, sollen sie errichtet und betrieben werden. Denn nicht nur der Mehrheitsgesellschaft steht das Recht auf Teilhabe zu, sondern allen.

Die »Stadt für alle« steht für das Recht auf Differenz und das Anderssein.

Mindestens genau so schwer wie der Angriff von Legida auf die Religionsfreiheit wiegt der Wille, das Asylrecht endgültig auszuhöhlen. Dieses Grundrecht darf nach den 1990-er Jahren nicht noch weiter beschnitten werden.

Die „Stadt für alle“ ist auch eine Stadt für Migrant_innen und Asylsuchende.

Deshalb schließen wir uns den Protesten am 12. Januar 2015 gegen Legida an und rufen zur Beteiligung auf. Bringt eure Nachbar_innen mit!

Das Leipziger Netzwerk »Stadt für alle«
am 6. Januar 2015


 

Informationen über geplante Aktionen werden beim Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ veröffentlich.

Das Netzwerk gegen Islamophobie und Rassismus Leipzig hat eine detaillierte Analyse des Legida-Positionspapiers angefertigt.