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Berliner Jugendclubs kämpfen gegen Verdrängung

Berlin: Jugendclubs kämpfen gegen #Verdrängung. Steigende Mieten bedeuten das Aus für viele soziale Einrichtungen in den inneren Bezirken. Senat sucht nach Ausweichmöglichkeiten. Von @madlen_hapunkt und @the_langow

Tagesspiegel: “ … „Die Schilleria ist ein klassisches Beispiel für die massive Verdrängung sozialer Infrastruktur, die wir besonders in Nord-Neukölln beobachten“, sagt der Neuköllner Stadtrat für Stadtentwicklung, Jochen Biedermann (Grüne). Jugendclubs wie die Schilleria mieten Gewerbeflächen. Für diese gibt es, anders als im normalen Mietrecht, keinen besonderen Schutz.

Die Mietpreise können frei verhandelt werden, die Mietverträge laufen oft nur über kurze Zeiträume und können ohne besondere Begründung gekündigt werden. „Wir erhalten gerade fast im Wochentakt Anrufe von sozialen Trägern wie Kitas, die gekündigt wurden oder drastische Mieterhöhungen erhalten haben“, so Biedermann. Doch ein entsprechender Schutz für Gewerbemieter müsste auf Bundesebene entschieden werden.

Mit ihrer Situation steht die Schilleria nicht alleine da. Der Dachverband der Berliner Schüler- und Kinderläden (DaKS) spricht von 50 Kinderläden, die berlinweit in den vergangenen zwei Jahren gekündigt wurden oder drastische Mieterhöhungen erhielten. Am meisten betroffen seien die Ortsteile Kreuzberg, Mitte, Neukölln und Schöneberg. … .“

http://www.tagesspiegel.de/berlin/schilleria-potse-drugstore-berliner-jugendclubs-kaempfen-gegen-verdraengung/20589328.html

Aus den Städten vertrieben

Schweiz: Aus den Städten vertrieben. Benjamin von Wyl/@biofrontsau @swissinfo_de. Was #Gentrifizierung bedeutet, lässt sich am Beispiel Basel derzeit gut darstellen.

swissinfo.ch auf Deutsch: „In Schweizer Städten wandeln sich ganze Quartiere: Erst sind sie günstig und attraktiv, dann bringen neue Bewohner mehr Geld, und am Ende kann die bestehende Bevölkerung die steigenden Mietpreise kaum mehr bezahlen. Was Gentrifizierung bedeutet, lässt sich am Beispiel Basel derzeit gut darstellen. …

Basel ist nur ein Beispiel. In den grossen, wirtschaftlich starken Schweizer Städten wie Zürich, Genf, Bern und Lausanne wird der Begriff „Gentrifizierung“ inzwischen ähnlich häufig an Wände gesprayt, wie er in wissenschaftlichen Untersuchungen auftaucht. Er beschreibt ein Phänomen, dass ehemals einfache Quartiere über mehrere Stufen erst aufgewertet, dann teuer und schliesslich schlimmstenfalls entvölkert werden. Günstige Mieten locken zunächst Kreative und Studenten an. Diese sind für die Eigentümer attraktiv. Dann aber werden ehemalige Studierende mit dem Einstieg ins Berufsleben selbst zu zahlungskräftigen „Gents“ – und Viertel, die von Ateliers und Kunstschaffenden geprägt sind, locken Unternehmen, Kulturangebote und zahlungskräftige Mieter an. … .“

https://www.swissinfo.ch/ger/gentrifizierung_aus-den-staedten-vertrieben/43666530

Leipziger Internet Zeitung: Demografie-Studie des IfL zu Nordsachsen zeigt die wichtigen Einflüsse Leipzigs und eines funktionierenden ÖPNV – L-IZ.de

Nordsachsen: #Demografie-Studie des Instituts für Länderkunde (IfL) zeigt die wichtigen Einflüsse Leipzigs und eines funktionierenden #ÖPNV

Leipziger Internet Zeitung: „Leipzig wächst. Doch wie wirkt sich das auf den angrenzenden Landkreis Nordsachsen aus? Wie entwickeln sich die Regionen in unmittelbarer Nachbarschaft der Großstadt? Und wie verändern sich diese Entwicklungsprozesse, je weiter man in den ländlichen Raum vordringt? Um diese und weitere Fragen zu beantworten, hat der Landkreis eine wissenschaftliche Untersuchung demografischer Tendenzen beim Leipziger Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) in Auftrag gegeben. …

Durch die S-Bahn Mitteldeutschland und neue Anschlussbuskonzepte hat sich die Qualität des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) insbesondere entlang der Achsen Leipzig-Delitzsch-Berlin und Leipzig-Eilenburg-Torgau-Cottbus nachhaltig verbessert. Im Torgauer Raum fehle allerdings eine leistungsfähige Anbindung an das Fernstraßennetz. Der Südosten des Kreisgebiets ist durch die ÖPNV-Achse Leipzig-Oschatz-Dresden und die Autobahnanbindung infrastrukturell ebenfalls gut erschlossen.

Diesen Standortvorteilen stehen jedoch Erreichbarkeitsdefizite in den dünn besiedelten und von kleinen Dörfern geprägten Achsenzwischenräumen gegenüber. … Auch die Geografen schätzen die Rolle öffentlicher Verkehrsanbindungen als Stabilisator für Bevölkerungszahlen sehr hoch ein. …

Die positive demographische Entwicklung von Leipzig strahlt zunehmend auf das Umland aus. Die Wanderungsgewinne des Landkreises aus Leipzig haben sich seit 2014 von Jahr zu Jahr verstärkt. Insbesondere der „erste Ring“, also die direkt an Leipzig angrenzenden Städte und Gemeinden können Bevölkerungszuwächse verzeichnen, die sich vorrangig aus der Zuwanderung von sogenannten „Familienwanderern“ – unter 18-Jährigen und 30- bis 50-Jährigen – speist.

Nachdem Taucha längere Zeit das bevorzugte Wanderungsziel im Kreis Nordsachsen war, hat sich der Schwerpunkt der Einwohnergewinne in den letzten beiden Jahren nach Rackwitz und Schkeuditz verschoben.

Mit zunehmender Entfernung von Leipzig verschlechtere sich hingegen die demographische Situation. In den Städten und Gemeinden im „zweiten Ring“, der von Wiedemar über Delitzsch, Schönwölkau und Zschepplin bis nach Eilenburg reicht, dominiert (noch) die Schrumpfung. Die Einwohnerverluste haben sich allerdings in den letzten Jahren verringert, insbesondere in den beiden Mittelzentren Delitzsch und Eilenburg. Beide sind seit 2014 im Mitteldeutschen S-Bahn-Netz gut erschlossen. Das spielt sichtlich eine Rolle.

Außerhalb des direkten Leipziger Einzugsgebiets ist die Schrumpfungstendenz noch ausgeprägter, allerdings deuten sich in den entlang der Hauptverkehrsachsen gelegenen Gemeinden sowie in Bad Düben Stabilisierungstendenzen an, so die Wissenschaftler. Ausbildungs- und Arbeitsplatzwanderer, also junge Erwachsene zwischen 18 und 29, kehren Nordsachsen dagegen nach wie vor häufig den Rücken. Das gilt für alle Teilräume des Landkreises. … .“

LVZ Leipziger Volkszeitung

Leipzig: #WoPoLE im #srle. @StadtLeipzig will preisgünstige Wohnungen schaffen. Bis 2030 werden ca. 77.800 neue Wohnungen benötigt

LVZ Leipziger Volkszeitung: „Der Wohnungsmarkt wird enger in Leipzig. Bis 2030 braucht die Stadt rund 77.800 neue Wohnungen. Die Kommune meldet Förderbedarf beim Freistaat an – und zeigt, wie sie unter erschwerten Bedingungen günstige Unterkünfte schaffen will. …

Beim Geschosswohnungsbau muss Leipzig dringend zulegen, heißt es aus dem Baudezernat. Vor allem günstige Single-Wohnungen und Räume für große Haushalte mit mehr als vier Personen werden gebraucht, so die Fachleute. Die Stadt geht davon aus, dass jährlich rund 6.600 neue Haushalte in Leipzig entstehen. Rund 1700 davon haben ein geringes Einkommen und seien auf Wohnraum mit einfachem Standard und günstiger Miete angewiesen.

Rund die Hälfte gebe der Markt derzeit noch her. Die Betonung in dem Dokument für die Stadträte liegt auf „noch“. Deshalb müssen jährlich mindestens 850 günstige Wohnungen mit Mietpreisbindung neu geschaffen werden – durch Sanierung, Umnutzung von Gebäuden oder eben als Neubau. … .“

http://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/So-will-Leipzig-preisguenstigen-Wohnraum-schaffen

»… wenn man den Kapitalismus schon nicht abschaffen kann…«

Leipzig: Sa, 2.12., 11-18 Uhr. Workshop der #Projekträume zu #Aufwertung, #Verdrängung und #Kiezkultur: Was geht uns das an?

Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e.V.: „Workshop »… wenn man den Kapitalismus schon nicht abschaffen kann…«

Workshop der Projekträume in Leipzig zu Aufwertung, Verdrängung und Kiezkultur: Was geht uns das an?

Eine gemeinsame Veranstaltung von handstand&moral, ORGANIZE! und stadt für alle – leipzig (sfa) und der RLS Sachsen

In der derzeitigen Phase des Kapitalismus werden natürlich auch Stadtraum, Wohnen und Kultur zu einer Ware. Dabei haben nicht nur große Investitionen mit Gewinnabsicht, sondern auch das Engagement freier Kulturschaffender Auswirkungen auf die sozialen Verhältnisse im Stadtteil. Denn auch alternative Lebens- und Protestformen, eigentlich Ausdruck kultureller Lebendigkeit, bedienen oft unabsichtlich neue Verwertungsstrategien und fördern die Trennung von Besitzenden und Habenichtsen. Uns als Gestaltende von Projekträumen und Initiativen ist das bewusst, es liegt ja so deutlich auf der Hand. Und doch: oft bleibt nur ein Schulterzucken, wenn Nachbar*innen Mieterhöhungen bekommen oder Immobilienhändler*innen mit alternativen Orten (also uns!) um zahlungskräftige Käufer*innen werben. Niemand will doch deswegen nichts mehr machen; kein Konzert weniger spielen oder Freiraum organisieren – aber wir könnten darüber sprechen. An diesem Workshoptag im Dezember soll genau das eine Rolle spielen; wer wir eigentlich sind und welche Funktion der Ort/Raum hat, den wir anbieten. Hier soll es die Möglichkeit geben zu reflektieren und zu kritisieren, was wir (noch) nicht umsetzen, um vielleicht Ideen einer anderen Praxis zu entwickeln.

Unser Akzent soll dabei zunächst mehr auf dem Prozess als auf einem Resultat liegen. Ihr seid eingeladen euch einzubringen, besonders mit all den unbequemem Fragen. Fragen z.B. wie:
Wie schaffen wir es der ausschließenden Stadtentwicklung etwas entgegenzusetzen, ohne mitzumachen oder gefundenes Fressen zu sein? / Wie groß ist der Einfluss alternativer Räume auf Verdrängung eigentlich wirklich? / –Wie wirken wir nach Außen, wen sprechen wir überhaupt an? Wie umgehen mit Geldnöten durch Miete oder Stress mit Ämtern? / Wie finanzieren wir eigentlich unsere Räume, ohne damit wieder Menschen auszuschließen?

Wir bitten um eine Rückmeldung/ Anmeldung unter:
Es gibt für alle vegan/vegetarisches Essen.“

https://sachsen.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/VF2RH/-wenn-man-den-kapitalismus-schon-nicht-abschaffen-kann/

Arbeits-, Wohn-, Freiräume im Leipziger Umland

Leipzig: Sa, 2.12., 15-19 Uhr. Arbeits-, Wohn-, #Freiräume im Leipziger Umland. Veranstaltung des Haus- und WagenRat e.V.

Haus- und WagenRat e.V.: „… “Leipzig ist voll!” Sicher eine überzogene Aussage und mit Sicherheit nicht der einzige Grund, warum das Leipziger Umland auf Interesse stößt. Günstige Arbeitsräume, wohnen im Grünen, leben auf dem Bauernhof oder im ehemaligen Industriebau und noch viel mehr bietet das Umland von Leipzig.

Aber wo eigentlich genau? Wie findet mensch Häuser? Wie sind die Bedingung z.B. Anbindung ÖPNV, Netzwerk, Förderung usw.? Wo gibt es schon Projekte? Wie funktionieren diese? Ihr habt das schon gefunden und wollt Euch vernetzen und Eure Erfahrungen teilen? Ihr / Du bist auf der Suche?

Lasst uns vernetzen, kennen lernen, austauschen, planen, gegenseitig helfen….

Hierzu lädt der Haus- und WagenRat e.V. herzlich zur Veranstaltung:

Arbeits-, Wohn-, Freiräume im Leipziger Umland
am Sonnabend, den 2.Dezember 2017 um 15 Uhr

Ablauf:
15 Uhr Vorstellungsrunde, Themensammlung
16 Uhr Vorträge:
– Möglichkeiten in umliegenden Kleinstädten
– Ein Landprojekt stellt sich vor – Die Lobelei e.V.
– Vorstellung konkreter freier Objekte im Umland

17 Uhr Pause
17:30 Uhr Wie weiter?
– Was verbindet uns?
– Was wollen wir zusammen machen und wie?
– Offene Diskussion zu Themensammlung und Vorträgen

Bitte meldet Euch zu dieser Veranstaltung bis zum 20.November an (Kontakt unter http://hwr-leipzig.org/kontakt/), da sich der Veranstaltungsort nach der Teilnehmerzahl richtet.

Verpflegung = Mitbringbüffet. Um Kaffee und Tee kümmern wir uns.“

Arbeits-, Wohn-, Freiräume im Leipziger Umland

Bronx: Der New Yorker Stadteil wandelt sich in einen hippen Bezirk – WELT

New York City: Wie die #Gentrifizierung die #Bronx erreicht. «Take Back the Bronx». Stefan @Beutelsbacher @welt

WELT: „Die Bronx, einst wegen Bandenkriegen, den Drogen und Toten verrufen, ist das ärmste Viertel New Yorks. Doch nun entstehen dort Luxuswohnungen und Cafés, die veganen Matcha Latte verkaufen – und viel Ärger. …

Im Süden, zwischen all den Schloten und Schienen, soll etwas Schönes entstehen. Investoren bauen Luxuswohnungen, legen Parks an, eröffnen Gourmet-Restaurants. Das Gesicht der „Hölle“ verändert sich gerade rasant. …

Und bald folgen die Luxusapartments. Zwei New Yorker Immobilientycoone haben im Süden der Bronx Grundstücke für 58 Millionen Dollar gekauft. Sie wollen dort sieben Wohntürme bauen, 25 Stockwerke hoch, mit Schwimmbädern, Weinbars und einem Wellnessbereich für Hunde. Wo früher Frachtschiffe beladen wurden, soll demnächst New Yorks obere Mittelschicht leben. 1400 Wohnungen sind vorgesehen, der Kaufpreis für zwei Zimmer dürfte jenseits von 600.000 Dollar liegen. Die Gentrifizierung, so scheint es, erreicht die letzten Winkel der Metropole. ..

Will man die Gentrifizierung der Bronx mit einer Zahl beschreiben, dann ist es die 15. Um 15 Prozent sind die Mieten im Süden des Viertels vergangenes Jahr gestiegen – nirgendwo sonst in der Stadt war es auch nur annähernd so viel. Das ergab kürzlich eine Untersuchung der „New York Times“ und des Wohnungsportals Zumper. In den angesagtesten Gegenden Brooklyns legten die Mieten 2016 um zehn Prozent zu, in boomenden Gebieten Manhattans um acht Prozent. …

Erst kürzlich zogen wieder Hunderte protestierend durch die Straßen. Inzwischen haben sich ganze Gruppen gebildet, um den Wandel aufzuhalten. Ihre Namen klingen nach Klassenkampf, eine heißt „Take Back the Bronx“. Das Ziel der Menschen hier am Harlem River, am anderen Ende der Brücke, scheint klar: Sie wollen die Bronx verteidigen, mit allem, was sie haben. Ihre Bronx.“

https://www.welt.de/finanzen/immobilien/article170324223/Das-Land-der-Gangs-wird-zum-Kiez-der-Millennials.html

Landflucht – Wie der Staat mit Jobs hilft | Plusminus

Deutschland: Gegen die #Landflucht. Staat verlagert Behörden und Universitäten in #abgehängteRegionen

Plusminus: „Die Politik hat erkannt, dass sie sich um die ländlichen Regionen und die Menschen dort kümmern muss. Denn die Entvölkerung ganzer Landstriche schreitet voran. Behörden und Ämter sollen verlagert werden – aufs Land. Eine Idee mit Potential? …

Video: Landflucht – Wie der Staat mit Jobs hilft
08.11.17 | 07:13 Min. | Verfügbar bis 08.11.2018“

http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/videos/landlfucht-jobs-video-100.html

Rassismus auf dem Wohnungsmarkt – Neue Wohnung nur für Deutsche?

Leipzig: Menschen mit Migrationshintergrund werden auf dem Wohnungsmarkt diskriminiert. @mephisto976 (4:22 min)

mephisto 97.6: „Rassismus auf dem Wohnungsmarkt
Neue Wohnung nur für Deutsche?
Vor kurzem kam eine Studie ins Gespräch, die belegt, dass Menschen mit Migrationshintergrund auf dem Wohnungsmarkt diskriminiert werden. Ob das auch in Leipzig so ist, wollte mephisto97.6 Redakteurin Luise Tasler wissen. … .“

https://mephisto976.de/news/neue-wohnung-nur-fuer-deutsche-62813