Kampfhund

Darf der Vermieter die Haltung von Kampfhunden verbieten?

Die Reputation der gefährlichen Kampfhunde hat in den letzten Jahren erheblich gelitten. Daher neigen die Gerichte durchgängig dazu, die Vermieter zu einem Verbot der Haltung von Kampfhunden zu berechtigen. Ein solches Verbot kann der Vermieter mit der Rasse der Hunde rechtfertigen und auch eine in Unkenntnis erteilte Erlaubnis kann zurückgezogen werden (LG München, AZ. I 13 T 14638/93).

Das Verbot der Haltung eines American-Staffordshire-Terrier akzeptierte ein Amtsgericht in Frankfurt, auch wenn bisher noch keine konkrete Gefährdung von diesem Hund ausgegangen war. Für das Gericht reichte es aus, dass diese Tiere zu den potenziell gefährlichsten Kampfhunden gehören (AG Frankfurt, AZ: 33 C 77/00-67).

Ob die Haltung eines Kampfhundes den Vermieter zu einer fristlosen Kündigung berechtigt, wird uneinheitlich beantwortet. Zum einen wird es verneint, solange der Hausfrieden gewahrt wird (LG Berlin, Urt. v. 06.05.2005, AZ: 64 S 503/04). Zum anderen bejaht, wenn die Mieter_innen trotz Abmahnung den Kampfhund weiterhin in der Wohnung halten (AG Spandau, Urt. v. 22.03.2002, AZ: 3b C 956/01).

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Dieser Artikel wurde mit freundlicher Genehmigung des Berliner MieterGemeinschaft e. V. übernommen und teilweise verändert.

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