Schadensersatz

Welche Arbeiten in der Wohnung sind vor Auszug seitens der Mieter_innen zu tätigen?

Dies kann nicht pauschal beantwortet werden, da hier die Bestimmungen des jeweiligen Wohnmietvertrags gelten. Je nach der Regelung im Mietvertrag müssen Mieter_innen Schönheitsreparaturen durchführen. Außerhalb dieser Schönheitsreparaturen kann der Vermieter grundsätzlich nur die Beseitigung von Schäden an der Mietsache verlangen, welche die Mieter_innen verschuldet haben. Ist dies der Fall und kommen die Mieter_innen dieser Verpflichtung nicht nach, hat der Vermieter einen Schadensersatzanspruch gegen sie.

Um solche Schadensersatzansprüche geltend zu machen, hat er – gerechnet ab der Wohnungsübergabe – 6 Monate lang Zeit. Danach ist der Anspruch verjährt.

Dabei ist einzig und allein die Übergabe der Wohnung für den Beginn der 6-monatigen Verjährungsfrist ausschlaggebend. Dies ist nämlich der Zeitpunkt, zu dem der Vermieter die Wohnung uneingeschränkt zurück erhält und sich ein Bild von dem Zustand der Wohnung machen kann. Nicht relevant ist in diesem Zusammenhang das Mietvertragsende. Der Mietvertrag kann also noch Geltung haben und erst Monate nach dem Auszug enden (BGH, Urt. v. 15.03.2006, AZ: VIII ZR 123/05).

Lassen Sie also Ihren Mietvertrag überprüfen! Wir empfehlen dringend den Besuch einer unserer Beratungsstellen, bevor mit jeglichen Arbeiten angefangen wird!

Dieser Artikel wurde mit freundlicher Genehmigung des Berliner MieterGemeinschaft e. V. übernommen und teilweise verändert.

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