Sparkonto

Ein verpfändetes Sparkonto ist für Mieter_innen die sicherste Anlagemöglichkeit für eine Mietsicherheit. Mieter_innen sollten den Vermieter fragen, ob die Kaution auf diesem Weg geleistet werden kann. Bei dieser Variante richten Mieter_innen ein gesondertes Sparkonto ein, auf das der Kautionsbetrag eingezahlt wird. Das Konto wird an den Vermieter verpfändet. Dies hat den Vorteil, dass die Mieter_innen der Bank einen Freistellungsauftrag erteilen können und für die anfallenden Zinsen keine (oder weniger) Kapitalertragsteuer bezahlen müssen. Die Mieter_innen erteilen einen Freistellungsauftrag oder erhalten selbst die Mitteilung über die einbehaltene Kapitalertragsteuer.

Barkaution

Haben die Mieter_innen eine Barkaution geleistet, die der Vermieter pflichtgemäß angelegt hat, erhält der Vermieter die Mitteilung über die einbehaltene Kapitalertragsteuer. Die Mieter_innen müssen dann den Vermieter auffordern, ihnen diese Bescheinigung auszuhändigen, damit die Zinsabschlagsteuer bei der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden kann. Der Vorteil dieser umständlichen Verfahrensweise ist, dass die Mieter_innen so einmal jährlich Gewissheit erlangen können, dass die Kaution auch ordnungsgemäß angelegt ist. Nachteile ergeben sich für die Mieter_innen, die keine Einkommensteuererklärung abgeben, denn sie erhalten eine um die Zinsabschlagsteuer verringerte Kaution zurück.

Dieser Artikel wurde mit freundlicher Genehmigung des Berliner MieterGemeinschaft e. V. übernommen und teilweise verändert.

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