Pacht

Wie unterscheidet sich die Pacht von der Miete?

Miet- und Pachtvertrag regeln die Gebrauchsüberlassung einer Sache oder eines Grundstücks. Bei der Pacht verpflichtet sich der Verpächter aber zusätzlich zum Gebrauch auch “den Genuss der Früchte, soweit sie nach den Regeln einer ordnungsgemäßen Wirtschaft als Ertrag anzusehen sind, während der Pachtzeit zu gewähren” (§ 581 BGB).

Der Formulierung nach könnte man an landwirtschaftliche Grundstücke denken, wobei sich die Pacht jedoch nicht darauf beschränkt. Wird etwas verpachtet, so darf nicht nur die Sache genutzt, sondern es dürfen auch die Erträge und die Nutzungen aus der Sache gezogen werden (Bsp.: Kneipe samt Inventar wird verpachtet, Erträge stehen dem Pächter zu). Ein Mieter darf die Sache hingegen nur nutzen (Bsp.: Wohnung darf bewohnt werden). Dabei kommt es nicht auf die von den Parteien gewählte Bezeichnung des Vertrags (Mietvertrag oder Pachtvertrag) an, sondern welche Rechte konkret zwischen ihnen vereinbart wurden (§ 157 BGB).

Dieser Artikel wurde mit freundlicher Genehmigung des Berliner MieterGemeinschaft e. V. übernommen und teilweise verändert.

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