LVZ Leipziger Volkszeitung

Leipzig: #WoPoLE. Laut Analyse der @immowelt-Angebote ‏sind Preise für Wohnimmobilien in den vergangenen 10 Jahren um 74 % gestiegen – von 1100 auf 1910 €/m². In Dresden: 1270 auf 2230 €/m² (76 %), Berlin: auf 3710 €/m² (129 %), München: 2930 auf 7070 €/m² (141 %)

LVZ Leipziger Volkszeitung: “Die Preise für Wohnimmobilien in Leipzig sind in den vergangenen zehn Jahren um 74 Prozent gestiegen. Zu dem Ergebnis kommt eine Markt-Analyse, die das Internetportal Immowelt am Dienstag veröffentlichte. Untersucht wurden die Kaufpreise in 14 deutschen Großstädten mit mehr als 500 000 Einwohnern.

In Leipzig kam demnach der Quadratmeter Wohnfläche im ersten Halbjahr 2018 für im Schnitt 1910 Euro auf den Markt. Noch zehn Jahre zuvor verlangten die Verkäufer 1100 Euro.

Die größte Preisexplosion erlebte München, gefolgt von Berlin und Hamburg. In der bayrischen Landeshauptstadt kletterten die Preise um 141 Prozent von 2930 auf 7070 Euro. Am wenigsten veränderten sich die Preise in Essen. Dort kostete der Quadratmeter in diesem Jahr 1620 Euro – neun Prozent mehr als 2008.

Einzige ostdeutsche Städte in dem Vergleich – mit Ausnahme von Berlin (plus 129 Prozent auf 3710 Euro) – sind Dresden und Leipzig. In der sächsischen Landeshauptstadt fiel der Anstieg mit 76 Prozent (von 1270 auf 2230 Euro pro Quadratmeter) etwas höher aus als in Leipzig. Beiden Städte liegen damit auf dem 9. beziehungsweise 10. Platz des Rankings, …

Der städtische Gutachterausschuss hatte zuletzt nach Auswertung der Kaufverträge für die im Jahr 2017 in Leipzig veräußerten sanierten Eigentumswohnungen einen Quadratmeterpreis von im Schnitt 1472 Euro ermittelt, für Neubauten von 3739 Euro. … .”

http://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/Leipziger-Immobilienpreise-steigen-binnen-zehn-Jahren-um-74-Prozent

Sehnsuchtsort des 21. Jahrhunderts – Gutes Leben auf dem Land?

Schland: #LändlicheRäume als Sehnsuchtsort? #Stadtflucht und #Landlust? Marc Redepenning: “Es ist ein Privat-Vergnügen – vor allem für Neu-Eliten, die sogenannten #Raumpioniere, die dem Leben der Stadt entrinnen und es sich leisten können, auf das Land zu ziehen. … ”

Deutschlandfunk: “Viele Menschen in Deutschland wollen auf dem Land leben, das belegen aktuelle Umfragen. Doch woher kommt die Sehnsucht nach dem Land? Und gibt es das ersehnte gute Leben auf dem Land überhaupt? Eine Tagung in Halle/Saale hat nach Antworten gesucht. …

Wenn man am Ende doch eine Conclusio der Tagung in Halle heraus destillieren wollte, dann die: Dass das “Gute Leben auf dem Land” eine völlig individuelle Entscheidung ist. Mehr nicht. Es ist ein Privat-Vergnügen – vor allem für Neu-Eliten, die sogenannten Raumpioniere, die dem Leben der Stadt entrinnen und es sich leisten können, auf das Land zu ziehen, um verödete und verlassene Räume neu zu besetzen. Es sind Nomaden, die wie Außerirdische in der Provinz landen, um sich selbst zu verwirklichen, weniger, um ihre Existenz zu sichern, sagt Marc Redepenning. Er ist Kulturgeograf an der Universität Bamberg und einer der Referenten der Hallenser Tagung “Gutes Leben auf dem Land”.

“Wenn sie genug Geld haben, können sie für sich immer ein gutes Leben auf dem Land etablieren, mit wunderschönen Häusern. Man kann sich ja noch eine Zweit-Wohnung in der Stadt nehmen. Das gute Leben für die Leute, die möglicherweise in schrumpfenden Regionen leben, in peripheren Regionen, die von Arbeitslosigkeit, von einseitigen Arbeitsmärkten gekennzeichnet sind, die dort aber ihre Wurzeln und ihre Heimat haben, ist nicht immer kongruent mit dem guten Leben auf dem Land, was wir häufig erlesen und als Sehnsucht erträumen.” Man habe es mit einer tiefen Kluft zu tun: Zwischen der Vorstellung des Lebens auf dem Land und der Wirklichkeit, so Redepenning weiter.

Von hippen Entwürfen verabschieden

Das “Gute Leben auf dem Land”: Es ist die Sehnsucht nach Nähe, Verlässlichkeit und Gemeinschaft – Werte, die im 21. Jahrhundert durch die Digitalisierung zu verschwinden drohen. Dabei blenden die Neu-Dörfler die Globalisierung des Ländlichen aus. Denn viele der landwirtschaftlichen Flächen gehören längst weltweit agierenden Konzernen, vor Ort lebende Bauern haben da schon lange das Nachsehen. Das Dorf, wie wir es uns vorstellen, ist eine reine Kopfgeburt. Die Wirklichkeit ist vielschichtiger, sagt Marc Redepenning: “Aktuell schauen wir zu Rosa auf das Land.” … .”

https://www.deutschlandfunk.de/sehnsuchtsort-des-21-jahrhunderts-gutes-leben-auf-dem-land.1148.de.html?dram:article_id=422809

Bizim Kiez

Berlin: Eine Autorin kann in ihrer zweiten Eigentumswohnung nun “einfach leben”. Den Prozess im Fall der #Eigenbedarfsklage gegen ihren 81-jährigen herzkranken Mieter hat sie gewonnen. Da der Beklagte nicht mehr am Leben ist, könne keine Härte festgestellt werden.

Berliner Kurier: “Katharina Rostock (49) trauert um ihren Vater. Aus medizinischer Sicht starb der 81-Jährige an den Folgen einer Lungenentzündung. Doch seine Tochter glaubt auch, dass ihn der drohende Verlust seiner Wohnung zu Lebzeiten, stark belastete. Seine Vermieterin hatte ihm wegen Eigenbedarf gekündigt.

„Ich kann nicht behaupten, zu wissen, dass sein plötzlicher Tod durch die Belastung des Rechtsstreits entstanden ist, ich kann aber mit Sicherheit sagen, dass der Rechtsstreit eine Belastung für ihn war und das ist für einen herzkranken Menschen sehr ungünstig“, erzählt Katharina Rostock.

Vier Monate ist es erst her, der 25. März, ein Frühlingstag, als ihr Vater Jürgen Rostock (81) für immer fortging. Drei Monate zuvor, im Dezember 2017, verlor der Wissenschaftler und Publizist den Prozess gegen eine Räumungsklage. Seine Vermieterin hatte ihm im September 2015 wegen Eigenbedarfs die Dreizimmerwohnung (87,5 Quadratmeter, 378,61 Euro Nettokaltmiete) an der Torstraße, in dessen Haus er fast 27 Jahre lebte, gekündigt. … .”

https://www.berliner-kurier.de/berlin/kiez—stadt/gekuendigt-wegen-eigenbedarfs-der-alte-mann-und-die-raeumungsklage-30969268?dmcid=sm_em

Das Mietshäuser Syndikat – Veto-Recht zum Kampf gegen Wohnungsspekulanten

Schland: Immobilien vor Spekulation schützen – das ist das oberste Ziel des #MietshäuserSyndikat’s. @dlfkultur berichtet über die Mieter_innengemeinschaft in der @zossener48 in Berlin-Kreuzberg, die ihr Haus in #Kollektiveigentum überführte. #Mietenwahnsinn

Deutschlandfunk Kultur: “Immer mehr Menschen können sich die Miete nicht mehr leisten und werden verdrängt. Das Mietshäuser Syndikat kann ein Mittel gegen Immobilienspekulation sein, wie jetzt wieder ein Beispiel in Berlin zeigt. …

Immobilien vor Spekulation schützen – das ist das oberste Ziel des Mietshäuser Syndikats. Vereinsmitglied Bernhard Hummel erzählt, das habe auch viel mit der Hausbesetzerbewegung aus den 1980er-Jahren zu tun.
“Die Idee des Syndikats kommt auch daher, dass da auch manche Projekte davon eher wieder in Richtung Privateigentum wieder gelaufen sind, dass die Leute nach fünf oder zehn Jahren gedacht haben: ‘Okay, wir wollen das Geld, das das Haus jetzt wert ist, das wollen wir für uns privat haben, warum habe ich mal vor fünf Jahren ein bisschen Arbeit rein gesteckt, das will ich jetzt behalten, da will ich drauf sitzen.’ Und wir als Syndikat, mit unserem Gesellschaftsmodell vermeiden genau diese Möglichkeit, ist bei uns halt nicht mehr möglich, dieses Geld rauszuziehen aus dem Projekt.”

“Wir haben jetzt diese 17 oder 18 Häuser in Berlin, das ist natürlich auch schon ‘ne ganze Menge, mit vielleicht 500 Bewohnerinnen und Bewohnern, ich wünsche mir, dass das Modell größer wird, dass es halt ein wichtiger Faktor in der Stadt wird, oder in anderen Städten auch, dadurch mehr zeigt, dass es möglich ist, dass Grundbesitz nicht mit kaufmännischem Denken in großem Stil zu tun hat und Spekulation und Renditeerwartung, sondern dass wirklich die Leute, die in den Häusern drin wohnen, auch dieses Haus managen können.” … .”

https://www.deutschlandfunkkultur.de/das-mietshaeuser-syndikat-veto-recht-zum-kampf-gegen.1001.de.html?dram:article_id=423042

Der Einfluss polizeilicher Pressearbeit

Leipzig-#Eisenbahnstraße: Der Einfluss der Pressearbeit der @PolizeiSachsen. #NogoArea oder #Problemviertel: Wie bekommen manche Orte ihr schlechtes Image? Karsten Lauber hat sich in seiner Masterarbeit #Kriminologie an der @ruhrunibochum damit beschäftigt.

Ruhr-Universität Bochum: “… „Diese Straße wurde 2013 von einer TV-Sendung zum gefährlichsten Ort Deutschlands gekürt. Bis heute verbinden sie viele mit dem entsprechenden Image. Ich habe mich gefragt, wie so ein Etikett für einen Ort entsteht beziehungsweise wie es aufrechtgehalten wird“, so Lauber.

Für seine Untersuchungen setzte er den Fokus auf die polizeiliche Pressearbeit und wollte herausfinden, ob und wie diese das schlechte Image der Eisenbahnstraße unterstützt.

„Ich habe Pressemeldungen der Leipziger Polizei und Nachrichten der Leipziger Volkszeitung aus dem Jahr 2016 ausgewertet und einer qualitativen Inhaltsanalyse unterzogen. Zusätzlich habe ich Experteninterviews mit Verantwortlichen der Leipziger Polizei geführt“, erläutert der Absolvent seine Vorgehensweise.

„Den Medien wird vorgeworfen, dass sie mit ihrer Themenauswahl und -darstellung die Meinungen ihrer Leser und Zuschauer stark beeinflussen. Ich habe in meiner Masterarbeit herausgefunden, dass zum Beispiel die Polizei mit ihrer Pressearbeit auch ein wichtiger Akteur dabei ist“, sagt er.

Nach seinen Analysen hat die Polizei Leipzig 2016 auch zum schlechten Image der Eisenbahnstraße beigetragen, indem zum Beispiel nur bestimmte Themen für Pressemitteilungen ausgewählt wurden: „Alltägliche Kriminalität, wie Fahrraddiebstähle, tauchen in der Pressearbeit kaum auf. Der Fokus liegt auf den schwereren Fällen wie gefährlicher Körperverletzung“, sagt er. … .”

http://news.rub.de/studium/2018-07-10-kriminologie-der-einfluss-polizeilicher-pressearbeit

Hausprojekt statt ausziehen: Ja, das geht!

Freiburg-#Stühlinger: #Hausprojekt statt Auszug: Ja, das geht! #Hausgemeinschaft überführt #Guntram38 in #Kollektiveigentum der Mieter_innen zusammen mit #MietshäuserSyndikat. @RDL_Aktuell-Interview mit Mieterin Sabine (12:20 min)

Radio Dreyeckland: “Die Bewohner*innen der Guntramstraße 38 waren keine Gruppe, sondern einfach nur Leute, die eben im selben Haus wohnten. Bis die beunruhigende Nachricht kam, dass das Haus verkauft werden sollte. Da kam die Idee auf, das Haus zusammen mit dem Mietshäusersyndikat selbst zu kaufen – und aus den Hausnachbar*innen wurde eine Hausprojektgruppe. Was es bedeutet, ein Syndikatsprojekt zu starten, wie das praktisch geht und warum die Leute aus der Guntram 38 trotzdem keine Hausbesitzer*innen sein werden, darüber sprachen wir mit Sabine, einer Mieterin im Haus.”

https://rdl.de/beitrag/hausprojekt-statt-ausziehen-ja-das-geht

Münchner Mieter schlagen Alarm: Hilfe, wir werden wegsaniert

München: Mieter_innen schlagen Alarm: Hilfe, wir werden wegsaniert. Im Herbst soll demonstriert werden. Unter dem Motto „München zieht aus“ wollen die Mieter_innen am 15.9. mit Koffern und Leiterwagen durch die Stadt ziehen. #Mietenwahnsinn

tz München: “Sie drängten sich am Montagabend in die Kellerbar, in welcher der zweite Münchner Mieterstammtisch stattfand. Und viele verzweifelte Bürger erzählten von ihren Sorgen: Mal davon, dass man wegsaniert wird. Teils werden Mieten verdoppelt, teils wird den Menschen eiskalt gekündigt. Die Begründung ist meist dieselbe: Das Haus sei verkauft worden – natürlich um schnellstmöglich saniert zu werden. Aber die Münchner wollen sich das nicht mehr gefallen lassen: Im Herbst soll demonstriert werden. Unter dem Motto „München zieht aus“ wollen die Mieter am 15. September mit Koffern und Leiterwagen durch die Stadt ziehen. Die tz schildert fünf Fälle, wo Mieter nun um ihre Existenz bangen. … .”

https://www.tz.de/muenchen/stadt/hilfe-wir-werden-wegsaniert-10024141.html

Baumhaus-Projekt Weimar: Mehr als eine Alternative zum übergeschnappten Immobilienmarkt

#Weimar: Unkündbar, unverkäuflich, bezahlbar: Wie Akteure des Baumhaus-Projektes eine neue Form von #Kollektiveigentum geschaffen haben. #MietshäuserSyndikat. Aus alter Lagerhalle wurde Haus mit 8 großzügigen Wohnungen

Thüringer Allgemeine Weimar: “2014 erwarb der Verein „Baumhaus“ eine alte Lagerhalle am Rand von Weimar, aus der ein Haus mit acht großzügigen Wohnungen entstanden ist. Die besondere Organisationsform des Projekts ermöglicht bezahlbares, unkündbares und vor allem gemeinschaftliches Wohnen.

Die Bewohner sind im Verein „Baumhaus“ zusammengeschlossen. Der wiederum hat die „Baumhaus Projekt GmbH“ gegründet. Sie hat 2014 die alte Lagerhalle gekauft und ihren Umbau zu einem Wohnort planen und durchführen lassen. Finanziert ist das Projekt zu einem sehr übersichtlichen Teil aus Eigenmitteln der Mitglieder, Direktkrediten von privaten Geldgebern, und aus Bankkrediten. Für den Eigenanteil hat auch das „Mietshäuser-Syndikat“ zugeschossen.

Dieser Zusammenschluss von bundesweit inzwischen 128 solcher Projekte ist als zweiter Gesellschafter der GmbH im Boot. Getilgt werden die Schulden aus dem gemeinsamen Topf der Mieteinnahmen. Was übrig bleibt, wird unter anderem für die finanzielle Unterstützung neuer Wohnprojekte verwendet. Die Immobilien sind Eigentum der jeweiligen Hausbesitz-GmbH. Man könnte auch sagen: Die Weimarer Baumhaus-Bewohner zahlen sich selbst ihre Miete.

Die Weimarer GmbH und das Syndikat haben bei drei Entscheidungen ein Vetorecht: Wenn es um einen Hausverkauf geht, um Änderungen im GmbH-Vertrag und um die Verwendung von Mietüberschüssen. Das Konstrukt soll vor allem sichern, dass mit den Immobilien des Syndikats nicht spekuliert werden kann. Die Häuser sind zum Leben da, nicht um mit ihnen Geld zu machen. … .”

https://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Baumhaus-Projekt-Weimar-Mehr-als-eine-Alternative-zum-uebergeschnappten-Immobil-1999091997

Listig und gefährlich

Dresden: Programm der #AfD für #staddrat’swahl im Mai 2019: #Sozialwohnungen, die die städtische Wohnungsgesellschaft WID derzeit baut, sollen verkauft werden. “Wir wollen den sozialen Wohnungsbau den Genossenschaften überlassen”, sagt M. Krah

Die szonline hat einen Blick in das in Ausarbeitung befindliche Wahlprogramm der AfD für die Wahl zum #StaDDrat am 26. Mai 2019 geworfen und es sich von Sachsens AfD-Vize Maximilian Krah vorstellen lassen. Zur Wohnungspolitik heißt es da:

“Die Sozialwohnungen, die die städtische Wohnungsgesellschaft WiD derzeit baut, sollen verkauft werden. “Wir wollen den sozialen Wohnungsbau den Genossenschaften überlassen”, sagt Krah. “Die sollen ihre bestehenden Grundstücke dichter bebauen. Platz ist da.” …

Mindestens 20 Prozent will die AfD laut Krah erreichen. “Über 30 Prozent würde ich mich freuen.” Dann wolle man mit CDU und FDP versuchen, zusammenzuarbeiten. Wir wollen Rot-Grün-Rot loswerden und was verändern”, formuliert Krah das Ziel.”

https://www.sz-online.de/nachrichten/listig-und-gefaehrlich-3975330.html