Landflucht der Jugend: Ganze Landstriche verlieren junge Menschen

Schland: H. Simons (empirica) behauptet erneut in Studie: #Wohnungspolitik in #Großstädte’n befördert #Landflucht. #Schwarmstädte

WirtschaftsWoche: „Die #Abwanderung der Jungen lässt ländliche Regionen veröden und führt zu Wohnungsnot in den Zentren. Eine Studie macht der Politik schwere Vorwürfe.

Eine noch unveröffentlichte Studie für die Wohnungswirtschaft beschreibt den Trend, den eine Jamaika-Koalition nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zum Kernthema erhebt. Sie will „gleichwertige Lebensverhältnisse“.

Das Empirica-Institut hat für den Verband der Wohnungswirtschaft, GdW, und die Bundesstiftung Baukultur die Spaltung ergründet. Die Regionalforscher kommen in der Studie, die der WirtschaftsWoche exklusiv vorliegt, zum Schluss, dass Bundespolitiker sich mehr mit dem Ausbluten von Kleinstädten und Dörfern beschäftigen müssen.

Oft würden sie mit #Mietpreisbremse oder dem Wohnungsbau in Großstädten nur den Folgen nachhinken. Bisher laufe vieles falsch: „Wenn der Bund hilft, Berlin billiger zu machen, ist das Umverteilung auf Kosten anderer Regionen“, sagt Studienleiter Harald Simons. Dann zahlten Abwanderungsgebiete für ihr Ausbluten mit. „Es drohen ganze Landstriche zu veröden“, heißt es. … .“

http://www.wiwo.de/politik/deutschland/landflucht-der-jugend-ganze-landstriche-verlieren-junge-menschen/20478294.html

Re: Der tschechische Trump | Aktuelles und Gesellschaft | ARTE

Tschechien: @ARTEre über Andrej Babiš – Immobilienunternehmer und pot. Ministerpräsident. Halb #Wittenberg gehört ihm auch

ARTE Re: „Wird Europa bald von Großunternehmern und Multimillionären à la Trump regiert? Zumindest in Tschechien könnte es schon im Herbst dazu kommen. Andrej Babiš, zweitreichster Mann Tschechiens, global agierender Unternehmer und mehr als drei Jahre lang Finanzminister auf der Prager Burg, will neuer Ministerpräsident Tschechiens werden. Doch kurz vor der Wahl gerät Babiš in die Schlagzeilen. Eines seiner Unternehmen soll Subventionsbetrug mit EU-Fördergeldern begangen haben. Es geht um knapp zwei Millionen Euro aus einem Fördertopf für kleine und mittlere Unternehmen – beantragt für den Bau eines Wellness-Resorts vor den Toren Prags, der Storchennest-Farm. Doch hinter dem Storchennest steht anscheinend keine mittelständische Firma, sondern der milliardenschwere Megakonzern Agrofert von Andrej Babiš. … .“

https://www.arte.tv/de/videos/072489-008-A/re-der-tschechische-trump/

Wohnungsmarktbericht

Schland: “#Wohnungsmarktbericht Ostdeutschland 2017“ der #TAGImmobilien​ AG. Mieten in LE +25,0% (2012-17)

„… Der verstärkte Zuzug in die ostdeutschen Städte hat dazu beigetragen, dass Leerstände abgebaut und Mieten mindestens stabil bleiben konnten. Zwischen 2012 und 2017 sind die Mieten überall gestiegen. In Leipzig legten sie um satte 25 % zu, in Strausberg um 23,5 %, in Dresden um 16,7 % und in Magdeburg um fast 14 %. In den meisten Städten zahlt man im Mittel aber immer noch zwischen 5 und 7 EUR/m². Potsdam und Berlin spielen mit um 10 EUR/m² in einer eigenen Liga. …

Moderate Wohnkostenbelastungsquote

Grundsätzlich liegen auch die Mieten in den ostdeutschen Städten weiterhin auf einem Niveau, das private Haushalte nicht über Gebühr belastet. Im Gegenteil: In zahlreichen Städten ist die Wohnkostenbelastung sogar gesunken – eine Begleiterscheinung von schwindenden Arbeitslosenquoten und steigender Kaufkraft. In allen im Rahmen dieser Untersuchung betrachteten Städten ist die Zahl der Arbeitslosen teils sehr stark gesunken – etwa in Strausberg und Weimar um mehr als 34 % (2010-2016). Gleichzeitig hat die Kaufkraft der Haushalte enorm zugelegt – häufig zweistellig. So konnte die thüringische Landeshauptstadt Erfurt die Kaufkraft pro Haushalt um über 25 % steigern; Rostock, Berlin und Leipzig immerhin um mehr als 20 %. Aber nicht nur hier fällt die Wohnkostenbelastungsquote weniger ins Gewicht. Auch in Eberswalde, Cottbus und Gera ist die Belastung gesunken. Grundsätzlich bewegt sich der Wert zwischen 17,5 % (Chemnitz) und 26,6 % (Jena). Demgegenüber ist in Berlin und Potsdam, wo die Haushalte mit durchschnittlich fast 32 bzw. 29 % belastet werden, das Wohnen nicht nur in absoluten Zahlen, sondern auch in Relation zum verfügbaren Nettoeinkommen gesehen teurer als an vielen anderen Standorten. In einigen Teilen Berlins liegen
die Wohnkostenbelastungsquoten bei bis zu 50 %. Sowohl
in der Spreemetropole wie auch in Brandenburgs
Landeshauptstadt sind die Wohnungsmärkte schon
länger angespannt, was sich auch im extrem niedrigen
Leerstand von weniger als 2 % widerspiegelt. Nur in Jena
gibt es mit 1,1 % noch weniger Flächenreserven. … .“

https://www.tag-ag.com/service/downloads/wohnungsmarktbericht/

LSE Events | Prof. Richard Florida | The New Urban Crisis

USA/UK: @Richard_Florida & @BURDETTR on #CreativeClass, #NewUrbanCrisis & #inequality. @LSECities (1:29 h)

LSE Cities: „Speaker(s): Professor Richard Florida | In recent years, the young, educated, and affluent have surged back into cities, reversing decades of suburban flight and urban decline. And yet all is not well. In his latest book, The New Urban Crisis, which he will discuss in this talk, Richard Florida demonstrates how the same forces that power the growth of the world’s superstar cities also generate their vexing challenges: gentrification, unaffordability, segregation, and inequality. Richard Florida (@Richard_Florida) is Director, Martin Prosperity Institute and Professor of Business and Creativity, Rotman School of Management, University of Toronto, and author of The New Urban Crisis.
Ricky Burdett (@BURDETTR) is Professor of Urban Studies at the LSE and Director of LSE Cities and the Urban Age Programme. … .“

Programm – IG FORTUNA | Kino der Jugend

Leipzig: Fr, 20. bis So, 22.10. Aktive Stadtkultur – Zwischen Teilhabe und Beteiligung. Organisiert von #IGFortuna

IG FORTUNA – Kino der Jugend: „Die Stärkung der Zivilgesellschaft ist ein politischer Allgemeinplatz geworden. Aber wie geht das praktisch? Selbstverständlich von unten, an der Basis, in den Kommunen. Fraglos auch, dass dabei der Kulturarbeit eine zentrale Rolle zukommt. Eine enorme Aufgabe für Kulturbetriebe, die mehr erreichen wollen als den schönen Schein guter Auslastungszahlen und positiver Bilanzen. Denn der Weg ist weit von der bloß passiven Aufnahme kultureller Angebote, über die Teilnahme an aktivierenden Projekten, bis hin zur echten Teilhabe am Kulturbetrieb (um die Ecke). Und letzteres ist entscheidend, damit unsere Kulturbetriebe – die ja auch immer Versammlungsstätten zivilgesellschaftlicher Kräfte sind – zu Lernorten des demokratischen Miteinanders werden können. Aber Wie fit sind die laufenden Modelle dahingehend wirklich? Was können, und was müssen wir besser machen, um unsere Betriebe mit einer politischen Kultur zu verankern? Was kommt schließlich auf uns als Kulturschaffende zu in einer sich aktuell rasant verändernden, politischen Landschaft, in der Tugenden wie Respekt, Toleranz und sachliches Argumentieren unterzugehen drohen?

Die Interessengemeinschaft (IG) FORTUNA | Kino der Jugend will einen teilhabeorientierten Kulturbetrieb im Leipziger Osten am Standort des ehemaligen „Kino der Jugend“ in der Eisenbahnstraße 162 etablieren. Wir laden deshalb Kulturschaffende und Nachbarn vom 20. bis 22.10.2017 zu einem aktivierenden Veranstaltungswochenende. Gemeinsam wollen wir uns den Fragen um Beteiligung und Teilhabe stellen und miteinander diskutieren, Kultur genießen, Phantasien frönen, gegenseitig bilden. Neben vielen spannenden Workshops und Gesprächskreisen gibt es am Samstag auch einen kleinen Stadtrundgang mit anschließendem Dinner sowie Musik & Tanz. In jedem Falle: Du bist herzlich eingeladen!“

Programm

Im Sog der Metropole

Schweiz: Im Sog der #Metropole Zürich. Junge sammeln sich in wenigen sog. #Schwarmstädte’n – internat. Trend. @tagesanzeiger

Tages-Anzeiger: „Zürich schnappt sich die jungen Talente aus der halben Schweiz. Kleinere Städte und ländliche Kantone können sich kaum dagegen wehren. …

Es entspricht zudem einem internationalen Trend, dass sich Junge mit guter Ausbildung in wenigen, sogenannten Schwarmstädten sammeln – während sie die meisten anderen Orte meiden. Diese Ballung geschieht in Deutschland ebenso wie in den USA.

Das Fiese daran ist: Die ungleiche Verteilung verstärkt sich von allein. Je mehr junge Leute abwandern, desto langweiliger wird ein Ort für die zurückbleibenden. Es gibt weniger Konzerte, weniger alternative Kultur. Konservative Kräfte erstarken, was noch mehr junge Menschen zum Weggehen bewegt. Dies wiederum hält Unternehmen davon ab, sich in Abwanderungsstädten niederzulassen. Denn dort haben sie Mühe, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. So funktioniert der Teufelskreis des Stillstandes. …

Umgekehrt läuft es in den Schwarmstädten. Weil ständig mehr junge Leute herkommen, verbreitert sich das kulturelle Angebot. Das Lebensgefühl frischt auf, junge Wähler setzen eine offene Politik durch. Unternehmen siedeln sich gerne in solchen Städten an, weil sie hier unter den besten Arbeitskräften aussuchen könnten. Dies wiederum ködert noch mehr junge Leute, wodurch sich die Attraktivität weiter steigert.

Dieser Schwung nach oben lässt sich an Zürich schön studieren. Der Anteil an Hochschulabsolventen hat sich in den letzten 15 Jahren von einem Drittel auf die Hälfte der Bevölkerung erhöht. Die Zürcher verdienen so viel wie nie zuvor. Die obere Mittelschicht und die Oberschicht haben sich stark vergrössert. Das macht sich auch im Stadtbild sichtbar. Die Kreise 3 und 4 wandeln sich gerade zu Unterhaltungszonen für den jungen urbanen Mittelstand. … .“

https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Im-Sog-der-Metropole/story/15041598

Leipziger Internet Zeitung: Leipziger AG Recht auf Wohnen setzt sich für die Sicherung der Versorgung von Wohnungsnotfällen ein – L-IZ.de

Leipzig: #WoPoLE. AG #RechtaufWohnen setzt sich für die Sicherung der Versorgung von Wohnungsnotfällen ein

Leipziger Internet Zeitung: „Die Arbeitsgemeinschaft Recht auf Wohnen gestaltet am 23. Oktober 2017 um 17 Uhr in der Nikolaikirche Leipzig das Friedensgebet zum Thema „Wohnen – mit Mietvertrag kein Problem“ und lädt dazu herzlich ein! Die AG Recht auf Wohnen ist ein offenes Netzwerk von Vertretern der Träger der Einrichtungen der Wohnungsnotfallhilfe sowie der Stadtratsfraktionen Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke und tritt für die Sicherung der Versorgung von Wohnungsnotfällen in Leipzig ein. … .“

LVZ Leipziger Volkszeitung

Leipzig: #WoPoLE. #Sozialwohnungen fehlen. Situation für #Wohnungslose in Leipzig „nahezu aussichtslos“

LVZ Leipziger Volkszeitung: „Für Wohnungslose in Leipzig wird es immer schwieriger, eine neue Bleibe zu finden. Die Suche nach sozialhilferechtlich verfügbaren Wohnungen für Wohnungslose in Leipzig sei inzwischen „nahezu aussichtlos“, heißt es von der AG Recht auf Wohnen, einem Netzwerk von sozialen Trägern und den Stadtratsfraktionen von Grünen und Linken. Betroffen seien vor allem „Alleinstehende mit Mietrückständen oder anderen Problemlagen“. Diese sind laut AG Recht auf Wohnen „nicht mehr in Wohnungen in angemessener Größe vermittelbar, auch will es diese Wohnungen in sozialhilferechtlicher Größe und Standard nicht in ausreichender Anzahl gibt“. Ein weiterer Grund: Wohnungen mit Sozialbindungen seien von einst über 20.000 Stück auf rund 300 zurückgegangen.

Das Netzwerk will am 23. Oktober mit einem Friedensgebet mit dem Titel „Wohnen – mit Mietvertrag kein Problem“ (17 Uhr in der Nikolaikirche) auf die Situation von Wohnungslosen aufmerksam machen. … .“

Schweiz: Im Sog der #Metropole Zürich. Junge sammeln sich in wenigen sog. #Schwarmstädte’n – internat. Trend. Tages-Anzeiger Tages-Anzeiger: „Zürich schnappt sich die jungen Talente aus der halben Schweiz. Kleinere Städte und ländliche Kantone können sich kaum dagegen wehren. … Es entspricht zudem einem internationalen Trend, dass sich Junge mit guter Ausbildung in wenigen, sogenannten Schwarmstädten sammeln – während sie die meisten anderen Orte meiden. Diese Ballung geschieht in Deutschland ebenso wie in den USA. Das Fiese daran ist: Die ungleiche Verteilung verstärkt sich von allein. Je mehr junge Leute abwandern, desto langweiliger wird ein Ort für die zurückbleibenden. Es gibt weniger Konzerte, weniger alternative Kultur. Konservative Kräfte erstarken, was noch mehr junge Menschen zum Weggehen bewegt. Dies wiederum hält Unternehmen davon ab, sich in Abwanderungsstädten niederzulassen. Denn dort haben sie Mühe, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. So funktioniert der Teufelskreis des Stillstandes. … Umgekehrt läuft es in den Schwarmstädten. Weil ständig mehr junge Leute herkommen, verbreitert sich das kulturelle Angebot. Das Lebensgefühl frischt auf, junge Wähler setzen eine offene Politik durch. Unternehmen siedeln sich gerne in solchen Städten an, weil sie hier unter den besten Arbeitskräften aussuchen könnten. Dies wiederum ködert noch mehr junge Leute, wodurch sich die Attraktivität weiter steigert. Dieser Schwung nach oben lässt sich an Zürich schön studieren. Der Anteil an Hochschulabsolventen hat sich in den letzten 15 Jahren von einem Drittel auf die Hälfte der Bevölkerung erhöht. Die Zürcher verdienen so viel wie nie zuvor. Die obere Mittelschicht und die Oberschicht haben sich stark vergrössert. Das macht sich auch im Stadtbild sichtbar. Die Kreise 3 und 4 wandeln sich gerade zu Unterhaltungszonen für den jungen urbanen Mittelstand. … .“

from Leipzig – Stadt für alle http://www.facebook.com/pages/p/392238310834246